Nach dem Hackerangriff auf die Firma Xplain hat der Bundesrat den Untersuchungsauftrag vergeben. Als unabhängige Stelle wurde die Genfer Kanzlei Oberson Abels mit der Untersuchung beauftragt. Diese soll bis Ende März 2024 abgeschlossen sein.
Die Administrativuntersuchung soll aufzeigen, welche Umstände auf Seiten der Bundesverwaltung es ermöglichten, dass die Interlakner Firma Xplain in den Besitz der heiklen Daten kam, wie der Bundesrat mitteilte. Bisher ist unklar, wie das Softwareunternehmen an die Daten gelangen konnte. Zudem soll geprüft werden, welche Prozesse und Vorgaben in der Bundesverwaltung angepasst werden müssen, um künftig die Sicherheitsrisiken zu minimieren. Die Untersuchung erstreckt sich auf alle Departemente und die Bundeskanzlei.
Qualifikation der Kanzlei unklar
Nicht zuletzt soll die Genfer Kanzlei untersuchen, ob die Bundesverwaltung ihre Pflichten bei der Überwachung von Xplain wahrgenommen hat. Darüber hinaus soll sie Lösungsansätze und Empfehlungen zur Reduktion der Sicherheitsrisiken erarbeiten.
Das Eidgenössische Finanzdepartement wurde vom Bundesrat beauftragt, die Kanzlei "bei der Administrativuntersuchung als Koordinationsstelle zu begleiten", schreibt der Bundesrat. In der Kerngruppe mit dabei sind ausserdem das Militärdepartement, das Justiz- und Polizeidepartement sowie die Bundeskanzlei.
Was die Kanzlei Oberson Absels dazu qualifiziert, die Untersuchung zu führen, sagte der Bundesrat nicht. Zu begrüssen ist indes, dass sich die Regierung für eine unabhängige Stelle entschieden hat.
Angriff im Mai bekannt
(Mit Material von Keystone-sda)