Google integriert Bard in seine App-Welt

19. September 2023 um 10:01
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

Seit heute kann Googles KI Informationen aus Dokumenten, Mails oder Maps beziehen und verarbeiten. Für Unternehmensaccounts ist dies allerdings noch nicht verfügbar.

Google hat an einer Medienkonferenz in Zürich eine neue Version seiner Künstlichen Intelligenz "Bard" vorgestellt. Sie basiert auf dem Sprachmodell "PaLM2" und spricht mehr als 40 Sprachen, darunter auch Deutsch. Beispielsweise lassen sich Antworten von Google nun anpassen und auf Knopfdruck liefert Bard wahlweise "kürzere, längere, einfachere, informellere oder professionellere" Antworten. Ebenfalls neu verfügbar ist die Möglichkeit, Bilder hochzuladen und Bard beispielsweise zu fragen, wo sich ein entsprechender Ort befindet oder wie man ein abgebildetes Gericht zubereitet.
Zunächst nur in Englisch verfügbar sind seit heute die sogenannten "Bard Extensions". Das benötigt aber nicht nur englische Anfragen, sondern auch dass die Account-Sprache auf Englisch festgelegt ist. Über die Extensions könne Bard Informationen aus Google-Apps wie Gmail, Docs, Maps oder Drive finden und anzeigen – "übergreifend über mehrere Applikationen", heisst es. Ebenfalls eine Integration gibts für die Dienste Flights, Hotels und Youtube.

Bard greift auf Maps und Dokumente zu

Zum Beispiel könnten Nutzerinnen und Nutzer Bard bitten, für eine Reise passende Kontakte aus Gmail abzurufen, Fluginformationen in Echtzeit bereitszustellen, die Wegbeschreibung zum Flughafen auf Maps anzuzeigen und Youtube-Videos mit Aktivitäten vor Ort zu suchen.
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Google Maps-Integration in Bard.
Wofür bislang mehrere Schritte und Browsertabs nötig waren, sei ab heute nur noch eine Konversation mit Bard notwendig, verspricht Google. Ebenfalls sei es möglich, Antworten von Bard wahlweise in Google Docs zu exportieren oder in Gmail eine neue Nachricht zu öffnen. Stand jetzt sind diese Funktionen allerdings nur in persönlichen Accounts und nicht in Unternehmenskonten verfügbar. Das sei natürlich ein Thema, aber ein Datum wollte Google auf Anfrage nicht nennen.
Google betont die Einhaltung von Datenschutzstandards. Würden sich Nutzerinnen und Nutzer für den Einsatz von "Bard Extensions" entscheiden, würden die abgerufenen Inhalte aus den Apps weder von Menschen eingesehen, noch zur Werbeschaltung verwendet, und auch nicht zum Training des Modells genutzt. Alle hätten über den "Privacy Hub" von Bard stets "die Kontrolle über die eigenen Privatsphäreeinstellungen".

Antworten auf Wahrheitsgehalt prüfen

Weil generative KI gewisse Informationen einfach erfindet, hat Google bei englischsprachigen Konversationen die Möglichkeit hinzugefügt, Bards Antworten zu verifizieren. Ein Klick auf einen "Google it"-Knopf fügt zu den Antworten Quellen hinzu, damit sie überprüft werden können.
Google-Mitarbeitende in Zürich waren gemäss Auskunft der Verantwortlichen vor Ort beteiligt, "teilweise federführend". Besonders bei der Adaption der europäischen Sprachen hätten Zoogler mitgewirkt.

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