Graubünden fördert KI-Gesprächspartner für Senioren

5. November 2026 um 13:51
image
Foto: Getty Images / Unsplash+

Das Projekt soll insbesondere auch Menschen mit Demenz in der stationären und ambulanten Pflege unterstützen.

Der Kanton Graubünden unterstützt die Entwicklung eines KI-gestützten Gesprächspartners für ältere Menschen. Für das Digitalprojekt "Smart Elderly Care Assistant" spendet die Bündner Regierung einen Kantonsbeitrag von maximal 900'000 Franken. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 2 Millionen Franken. Der KI-Assistent soll ältere Menschen in der stationären und ambulanten Alters- und Langzeitpflege unterstützen, heisst es in der Kantonsmitteilung.
Der digitale Assistent soll über gesprochene Sprache mit den Nutzerinnen und Nutzern interagieren. Dazu kommen automatische Spracherkennung und Technologien zur Verarbeitung natürlicher Sprache zum Einsatz. Der Gesprächspartner soll Bedürfnisse erkennen, situationsbezogen reagieren und frühere Gespräche berücksichtigen können. Ein besonderer Fokus liege auf Menschen mit beginnender oder fortgeschrittener Demenz.
Die Lösung soll gemäss Mitteilung bestehende Pflegeangebote ergänzen. Hinter dem Vorhaben stehe eine Projektträgerschaft aus sieben Organisationen: Neben der KI-Firma Grizoon seien die Menzi-Jenny-Gertrud-Stiftung, das Seniorenzentrum Rigahaus, das Bürgerheim Chur, die Alterssiedlung Kantengut, die Spitex Chur und die Palliative GR beteiligt. Grizoon übernehme dabei die Gesamtleitung und technische Umsetzung.
Der von der Regierung bewilligte Kantonsbeitrag wird im Rahmen des Bündner Gesetzes zur Förderung der digitalen Transformation gesprochen.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

imageAbo

Waadt beantragt 18,5 Millionen für SAP-Ersatz

Das Parlament hat dem Kredit zugestimmt. SAP-Systeme kommen an ihr Lebensende, am Anbieter soll festgehalten werden.

publiziert am 5.11.2026
imageAbo

Basel-Stadt bekommt eine KI-Strategie

Der Regierungsrat hat eine gesamtkantonale Strategie verabschiedet. Im Zentrum stehen der KI-Kompetenzaufbau, Transparenz, eine geeignete Infrastruktur sowie Governance.

publiziert am 5.11.2026
imageAbo

So schützt sich der Kanton Zürich vor Cyberbedrohungen

Der Kanton setzt auf verschiedene Massnahmen und den Austausch unter kritischen Infrastrukturen. Auch die Cybersicherheitsstrategie soll aktualisiert werden.

publiziert am 5.11.2026
image

Cyberangriff trifft Kühlsystem der französischen Blutbank

Nach Angriffen auf Supermärkte haben Cyberkriminelle nun auch die französische Blutbank ins Visier genommen. An drei Standorten wurden Kühlanlagen manipuliert.

publiziert am 5.11.2026