Huawei-Warnungen sorgen für neue Spannungen zwischen den USA und China

21. Mai 2025 um 09:14
image
Um diese KI-Chips geht es. Foto: Huawei

China droht damit, Personen nach chinesischem Recht zu verfolgen, wenn sie US-Embargo-Massnahmen umsetzen oder unterstützen.

Im Zollstreit zwischen den USA und China gab es zuletzt eine Atempause, doch nun kommt neuer Ärger auf. Dabei geht es um den Handel mit KI-Chips. Peking protestiert zudem scharf gegen US-Warnungen an Drittstaaten, keine fortschrittlichen Chips des chinesischen Tech-Konzerns Huawei zu kaufen.
Das chinesische Handelsministerium bezeichnete eine entsprechende US-Richtlinie als "einseitiges Mobbing und Protektionismus", das die globale Halbleiterindustrie und Lieferketten ernsthaft beeinträchtige.
Die US-Regierung hatte kürzlich Unternehmen weltweit davor gewarnt, die Ascend-KI-Chips des Konzerns aus dem südchinesischen Shenzhen zu verwenden. Ihre Nutzung könnte laut Washington gegen US-Exportkontrollen verstossen.
Die USA versuchen zudem schon seit einiger Zeit zu verhindern, dass fortschrittliche Chips des US-Konzerns Nvidia auf den chinesischen Markt gelangen. Huawei treibt daher die Entwicklung eigener KI-Chips mit Hochdruck voran. Mit den neuen US-Vorgaben könnte es für Huawei jedoch schwieriger werden, seine Chips in Drittstaaten zu verkaufen.

Peking droht mit Gegenmassnahmen

Das Handelsministerium in Peking warf den USA vor, anderen Ländern das Recht auf Entwicklung in Schlüsselbereichen wie Künstlicher Intelligenz zu verwehren. Zudem könnten Organisationen oder Einzelpersonen, die diese US-Massnahmen umsetzen oder unterstützen, nach chinesischem Recht zur Verantwortung gezogen werden.
China forderte die USA auf, ihre "Fehlentscheidungen" umgehend zu korrigieren und internationale Wirtschafts- und Handelsregeln zu respektieren. Man werde die Entwicklungen genau beobachten und "entschlossen Massnahmen" ergreifen, um die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen zu schützen.

Loading

Mehr zum Thema

image

Amazon nimmt in der Schweiz Anleihen für 2,82 Milliarden Franken auf

Es ist einer der grössten Beträge, die je ein Unternehmen in Franken aufgenommen hat. Gebraucht wird das Geld vor allem für KI und Cloud.

publiziert am 12.5.2026
imageAbo

BKW vergibt Auftrag für CRM und Vertragsmanagement

Die Berner Kraftwerke investieren rund 25 Millionen Franken in Softwarelösungen bis 2031.

publiziert am 12.5.2026
image

SAP will mehr Autonomie im Geschäft

An der Hausmesse "Sapphire" hat der ERP-Anbieter mehrere KI-Erweiterungen für seine Geschäftsanwendungen angekündigt. Die Vision ist das Autonomous Enterprise.

publiziert am 12.5.2026
imageAbo

Nach Zürich wird auch für Luzerns Schulen mehr Open Source gefordert

Ratsmitglieder aus mehreren Parteien haben einen Vorstoss zu Open-Source-Software an den städtischen Schulen eingereicht. "Das Anliegen stösst auf breite Zustimmung", erklärt Erstunterzeichner Adrian Häfliger.

publiziert am 12.5.2026