Huawei wehrt sich gegen Bestechungsvorwürfe

14. März 2025 um 13:41
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Foto: Thomas Lohmann / Unsplash

Der chinesische Technologiekonzern habe beim Thema Korruption "Null Toleranz" und wolle mit den belgischen Ermittlern zusammenarbeiten.

Der chinesische Technologiekonzern Huawei wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe EU-Parlamentarier bestochen. Das Unternehmen habe beim Thema Korruption "Null Toleranz", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur 'AFP'. "Huawei nimmt diese Vorwürfe ernst und wird sich dringend mit den Ermittlern in Verbindung setzen, um die Situation genauer zu verstehen", doppelte er nach.
Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hatte am Donnerstag in Brüssel den Verdacht der Bestechung "zugunsten des Unternehmens Huawei" bestätigt. Lobbyisten des chinesischen Konzerns sollen seit 2021 EU-Parlamentsmitglieder oder deren Assistenten mit Geld oder Geschenken bestochen haben. Das Europaparlament sagte den Behörden volle Zusammenarbeit bei der Aufklärung zu.

Durchsuchungen und Festnahmen

Im Zuge der Affäre wurden nach Justizangaben mehrere Personen vorläufig festgenommen. Sie sollen wegen "ihrer mutmasslichen Beteiligung an aktiven Korruptionshandlungen im Europäischen Parlament" sowie wegen Urkundenfälschung befragt werden, wie die belgische Staatsanwaltschaft mitteilte.
Die Ermittler gehen von einer "kriminellen Organisation" aus, die seit 2021 bis heute "unter dem Deckmantel geschäftlichen Lobbyings tätig war". Die Verdächtigen sollen Geld für politische Stellungnahmen gezahlt haben. Zudem machten sie nach Justizangaben "übermässige Geschenke", etwa in Form von Reisen oder Einladungen zu Fussballspielen. Belgischen Medien zufolge sollen bis zu 15 EU-Abgeordnete in die Affäre verwickelt sein.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es 21 polizeiliche Durchsuchungen in Brüssel, anderen belgischen Landesteilen sowie in Portugal. Mehrere Büros im EU-Parlament wurden laut Staatsanwaltschaft versiegelt, insbesondere die von zwei verdächtigen Assistenten. Ein weiterer Verdächtiger wurde in Frankreich mit europäischem Haftbefehl festgenommen. Den Medienberichten zufolge nahmen die Ermittler zudem den Brüsseler Huawei-Sitz unter die Lupe.

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