Hypi Lenzburg: Das Softwarebusiness brummt

20. Januar 2023 um 12:46
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Foto: Hypothekarbank Lenzburg

Die Bank arbeitet weiter an ihrer hybriden Strategie: Neben Finanzdienstleistungen soll auch das Technologiegeschäft ausgebaut werden.

Die Hypothekarbank Lenzburg weitet das Geschäft mit ihrer Software aus: Das Finanzinstitut teilt mit, dass es 2022 im Banking-as-a-Service (BaaS) erneut am stärksten gewachsen sei. Zugleich sei auch der Geschäftsaufwand grösser geworden, weil man in die technische Infrastruktur investiere, heisst es von der Hypi Lenzburg zu den Jahreszahlen.
Das hauseigene Kernbankensystem Finstar wurde 2017 zu einer offenen Plattform umgebaut und bringt über Lizenzen und Services Geld ein. Rund 10,2 Millionen Franken Nettogewinn konnte die Bank damit 2022 erzielen. Das sind 6,5% mehr als im Vorjahr.
Dank des BaaS-Geschäfts habe man zudem die Kundeneinlagen um 6,7% auf über 5 Milliarden Franken steigern können, so das Finanzinstitut. Das sind zum Teil die Früchte der Zusammenarbeit mit der Konto-App-Anbieterin Neon sowie mit weiteren Startups. Die Hypi Lenzburg hat im Dezember 2020 selbst das Startup Lusee für digitale Beratung gegründet. Man habe mit diesem wiederum wichtige Kunden gewinnen können, so die Hypi.
Neu sollen die Investitionen in die Open-Banking-Plattform und in die IT-Infrastruktur über fünf Jahre abgeschrieben werden, statt vollumfänglich im Jahr der Ausgaben. So könne man die Jahresrechnungen besser vergleichen, schreibt die Hypi Lenzburg. Die Bank vollzieht die Änderung im Rahmen ihrer Strategie, zu einem hybriden Finanzdienstleister zu werden und Technologieberatungen anzubieten.
Der Geschäftserfolg der Bank bewegte sich 2022 mit 21,6 Millionen Franken auf Vorjahresniveau. Der Gesamtgewinn fiel mit 18,6 Millionen Franken 2,1% höher aus als 2021.

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