IBM verfehlt Umsatzerwartungen

15. Juli 2026 um 08:57
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Foto: IBM

Die Aktie stürzte überraschend stark ab. Investorinnen und Investoren befürchten wohl, dass KI-Systeme IBM das Wasser abgraben.

Der Computerkonzern IBM hat im vergangenen Quartal die Umsatzerwartungen verfehlt und damit die Börse schockiert. Die Aktie stürzte im vorbörslichen US-Handel zeitweise um rund 23% ab. Grund für den Erlösknick ist laut IBM ein verändertes Ausgabeverhalten der Kunden.
Sie steckten ihr Geld in den letzten Juniwochen vermehrt in den Kauf von Servern, Speichern und Arbeitsspeicher, wie Konzernchef Arvind Krishna in einem Brief an die Aktionärinnen und Aktionäre schrieb. Damit hätten sie erwarteten Preiserhöhungen wegen Engpässen vorgriffen.
IBM habe dieses Ausmass der Umschichtung nicht vorhergesehen. Die Preise für Speicherchips schossen in die Höhe, weil sie für den rapiden Aufbau von KI-Rechenzentren gebraucht werden.

Markt sorgt sich um KI-Effekt auf IBM

IBM machte ausserplanmässig einige Geschäftszahlen zum vergangenen Quartal öffentlich. Der Umsatz legte demnach im Jahresvergleich nach vorläufigen Berechnungen um ein Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 17,9 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Erlöse mit Software stiegen um 5%. Der Umsatz mit Infrastruktur ging hingegen um 7% zurück. Konzernchef Arvind Krishna hatte IBM verstärkt auf das Geschäft mit Software ausgerichtet, unter anderem durch milliardenschwere Zukäufe.
Eigentlich entspricht also ein wachsendes Software-Geschäft den erklärten Zielen von IBM. Aber die harsche Reaktion der Anleger könnte auch daran liegen, dass es am Markt die Sorge gibt, dass KI-Systeme von Konkurrenten mit ihren Fähigkeiten das Geschäft von IBM mittelfristig aushöhlen könnten.

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