Wie Adval Tech am 2. März mitteilte, habe der Industriekonzern einen Cyberangriff erlitten. "Sämtliche IT-Systeme der Gruppe wurden daraufhin gemäss Notfallkonzept umgehend kontrolliert heruntergefahren", hiess es in einer
Mitteilung.Der Angriff erfolgte vermutlich durch die Ransomware-Bande Lynx. Diese behauptet im Darkweb, auch 1,2 Terabyte an Daten des Unternehmens erbeutet zu haben. Die Cyberkriminellen haben als erste Beweise Kopien von unterschiedlichen Ausweisdokumenten veröffentlicht, vermutlich von Mitarbeitenden von Adval Tech.
Lynx gilt laut Cybersecurity-Forschenden als eine Gruppe, die seit etwa Mitte 2024 mit einem Ransomware-as-a-Service-Angebot aktiv ist. Der
Code der Ransomware ist in C++ geschrieben.
Auf Anfragen von inside-it.ch, ob es sich beim Cyberangriff um eine Ransomware-Attacke gehandelt haben könnte, antwortete Adval Tech bis jetzt nicht.
Strafanzeige eingereicht
In einer am Freitag, 7. März, nach Redaktionsschluss publizierten Ad-hoc-Mitteilung schreibt das Unternehmen: "Derzeit muss davon ausgegangen werden, dass ein Datenleck unbekannten Ausmasses entstanden ist. Adval Tech wird von den Tätern erpresst. Sie drohen damit, Daten im Darknet zu veröffentlichen, um dem Unternehmen, seinen Kunden und seinen Mitarbeitenden zu schaden." Polizei und andere zuständige Behörden würden auf Antrag des Unternehmens gegen die Cyberkriminellen ermitteln.
Die Adval Tech Gruppe habe verschiedene Sicherheitsmassnahmen eingeleitet und externe Spezialisten und die zuständigen Behörden einbezogen. "Die Backup-Daten von Adval Tech sind vollständig verfügbar. Trotz des Cyberangriffs, wurde die Produktion an den verschiedenen Standorten aufrechterhalten", so die Mitteilung.
Update 10.3.: Der Artikel wurde mit der Mitteilung von Adval Tech ergänzt und der Lead angepasst.