Vergangene Woche erlitt der amerikanische IT-Grosshändler Ingram Micro einen
Cyberangriff mit Ransomware. Dabei wurden unter anderem die Website und die Bestellsysteme lahmgelegt. Die Ransomware-Bande Safepay forderte Lösegeld und drohte mit der Veröffentlichung der Daten.
Am Montag, 7. Juli, hat Ingram Micro mit der Wiederherstellung seiner Systeme begonnen, wie einer Statusseite zum Cybervorfall zu entnehmen ist. Auch Bestellungen aus Ländern wie Grossbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland wurden wieder entgegengenommen, allerdings nur per Telefon oder E-Mail.
Einen Tag später konnten auch aus den USA wieder erste Aufträge bearbeitet werden. Dazu wurde der Angriff mit Hilfe von externen Cybersicherheitsexperten eingedämmt und die Plattformen für die Bestellungen, Logistik und Auftragsabwicklung wiederhergestellt.
Am Mittwoch, 9. Juli, vermeldete Ingram Micro dann, dass man wieder Bestellungen aus allen Geschäftsregionen bearbeiten und versenden kann. Zudem heisst es: "Im Zuge der Wiederherstellung unserer Systeme haben wir Sicherheitsprozesse implementiert und werden weiterhin über unsere Fortschritte informieren."
Am Abend folgte die Meldung zur vollständigen Wiederherstellung. Das Unternehmen sei weltweit wieder voll funktionsfähig. Unklar bleibt dabei aber noch, ob während des Angriffs auch wirklich Daten gestohlen wurden. Weder Ingram Micro noch die Ransomware-Bande Safepay haben sich dazu geäussert.