In der Schweiz entsteht eine neue Denkfabrik, um die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft und Gesellschaft zu analysieren und Handlungsempfehlungen zu unterbreiten.
Der Arbeitnehmerverband Angestellte Schweiz und die Digitalagentur Kuble haben die Denkfabrik "einstAIn" lanciert. Diese soll Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenbringen, um sich mit Entwicklungen rund um KI auseinanderzusetzen, heisst es in einer Mitteilung. Ziel ist es, Akteure auf der Plattform zu mobilisieren und Studien in Handlungsempfehlungen zu übersetzen.
Mit der Bekanntmachung der Denkfabrik wurde ein Positionspapier veröffentlicht. Dort werden aktuelle Entwicklungen zur KI anhand nationaler und internationaler Berichte aus Wirtschaft und Wissenschaft dargestellt. Zusätzlich werden acht Herausforderungen für die Schweiz skizziert.
Alexander Bélaz. Foto: zVg
Die Dynamik von KI stelle etablierte Modelle infrage, so Alexander Bélaz, Präsident von Angestellte Schweiz. "Bisher galt: Wer acht Stunden arbeitet, bekommt acht Stunden bezahlt. Doch mit KI kann jemand in zwei Stunden schaffen, wofür er früher einen ganzen Tag brauchte." Man müsse demnach erklären, wie Produktivitätsgewinne verteilt werden.
Die Advisory Community besteht aus einem interdisziplinären Team. Zu den Mitgliedern von einstAIn zählen aktuell unter anderem die Nationalräte Dominik Blunschy (Mitte/SZ) und Stefan Müller-Altermatt (Mitte/SO), Mathias Pfister, CEO des Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics, und Imanol Schlag, Co-Lead des Schweizer KI-Modells Apertus. Der Mehrwert der Mitglieder liege in unterschiedlichen Perspektiven und teils konträren Erfahrungen, heisst es weiter. In den kommenden Monaten sollen weitere Ergebnisse in öffentlichen Formaten bereitgestellt werden.