Irland büsst Meta mit 17 Millionen Euro

16. März 2022, 09:50
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Wegen Verstössen gegen europäisches Datenschutzrecht verhängt Irland eine Strafe gegen die Facebook-Mutter.

Irland hat wegen Verstössen gegen europäisches Datenschutzrecht eine Strafe gegen den Facebook-Mutterkonzern Meta verhängt. Das Bussgeld gegen den US-Konzern beläuft sich auf 17 Millionen Euro.
Das teilte die irische Datenschutzkommission DPC mit. Die Busse geht auf 12 Meldungen über Datenschutzverletzungen zurück, die die Behörde im Jahr 2018 erhalten habe. Meta habe es versäumt, "geeignete technische und organisatorische Massnahmen zu ergreifen", um einen angemessenen Schutz der Daten von EU-Nutzern nachzuweisen, so die Mitteilung.
Gegenüber 'Reuters' betont ein Meta-Sprecher, dass es bei dieser Geldstrafe um Aufzeichnungs-Praktiken aus dem Jahr 2018 gehe und "nicht um ein Versagen beim Schutz der Daten von Menschen". Die Prozesse seien seither weiterentwickelt worden. Das Unternehmen fügt an, den Entscheid der DPC "sorgfältig" prüfen zu wollen.
Die irische Behörde war für den Fall zuständig, weil der europäische Hauptsitz von Meta, zu dem auch der Messengerdienst Whatsapp und die Onlineplattform Instagram gehören, in Irland liegt.
Im September vergangenen Jahres hatte Irland eine Rekordstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro gegen Whatsapp verhängt. Der Europäische Datenschutzausschuss hatte die DPC damals angewiesen, die Strafe zu erhöhen. Ursprünglich hatte die irische Behörde eine Strafe zwischen 30 und 50 Millionen Euro vorgeschlagen.

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