Zürich will Künstliche Intelligenz in der Forschung und der praktischen Anwendung voranbringen. Zu diesem Zweck hat der Kanton eine Initiative geschaffen, in der Wissenschaftler und Unternehmen gemeinsam mit der kantonalen Verwaltung in einer kontrollierten Testumgebung an KI-Anwendungen arbeiten können. Als Beispiele nennt das breit abgestützte Initiantivkonsortium Vorhersagen von Pollenbelastung oder von Verkehrsstaus auf Grundlage von öffentlichen Daten, die den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt werden.
Im Fokus der kontrollierten "Innovations-Sandbox" stehen Fragen der Regulation, dafür soll von der Initiative Know-how angeboten werden. Damit will man in Zürich Kompetenzgewinne sowohl bei den Firmen und Forschenden als auch in der Verwaltung erzielen, wo der KI-Einsatz besonderes politisches Sprengpotenzial hat. Dies zeigte letztes Jahr eine
Studie des Kantons, in der sich bestätigte, dass beim behördlichen KI-Einsatz hierzulande Handlungsbedarf besteht.
Für Bewerbungen für die Sandbox hat der Kanton eine
Website aufgeschaltet, auf der Interessierte aus der Schweiz bis Ende Juni 2022 Projekte einreichen können. Danach werden die passendsten Bewerbungen ausgewählt, für welche die wichtigsten Milestones definiert werden. Diesen Prozess und die Umsetzung des Vorhabens wird von einem Team von Spezialisten aus Verwaltung und Forschung begleitet, die weitere Experten aus verschiedenen Disziplinen zuziehen können.
Die Initiative wird finanziell vom Verein Metropolitanraum Zürich unterstützt. Mitglieder des 2009 gegründeten Zusammenschlusses sind Institutionen aus Verwaltung, Forschung und Privatwirtschaft. Den Anstoss für die Sandbox gaben die Standortförderung im Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Zürich, das Amt für Wirtschaft und Arbeit Kanton Schwyz, das Statistische Amt Kanton Zürich, die Staatskanzlei Kanton Zürich, der Metropolitanraum Zürich, das UZH Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL), das ETH AI Center sowie SwissICT und ZHAW Entrepreneurship.