KI ist kein Ersatz für Fachpersonal

22. Oktober 2026 um 09:13
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Illustration: Mariia Berezovsky / Unsplash+

Den Fachkräftemangel in der Schweiz dürfte KI nicht lösen können, so eine Studie von Deloitte.

Künstliche Intelligenz verändert den Schweizer Arbeitsmarkt, dürfte den demografisch bedingten Fachkräftemangel aber nicht lösen. Unter anderem in Pflege, Handwerk und Transport bleiben menschliche Arbeitskräfte gefragt, wie eine Studie von Deloitte Schweiz zeigt.
KI könne Aufgaben in den Bereichen Dokumentation, Planung, Administration und Informationssuche erleichtern, heisst es in der Studie. In Software- und Marketingberufen sei dagegen ein Arbeitsplatzabbau nicht auszuschliessen.
Deloitte hat in einem "AI Hotness Index" auch ausgewertet, wo KI die Arbeit bereits heute beeinflusst. An der Spitze stehen Anwendungsprogrammierer, gefolgt von Softwareentwicklerinnen, Web- und Multimedaentwicklern, Übersetzern und Dolmetscherinnen sowie Autoren und verwandte schriftstellerische Berufe.

Mögliche Spaltung

Aktuelle KI-Systeme könnten auf absehbare Zeit aber kaum ältere oder kranke Menschen pflegen, Kinder unterrichten oder körperliche Arbeit übernehmen. Der Arbeitskräftemangel dürfte in personen-, dienstleistungs- und praxisnahen Berufen deshalb trotz KI bestehen bleiben und sich sogar verschärfen.
Dies zeigt eine mögliche Spaltung auf: "In der Schweiz könnten viele Stellen in Berufen, deren Kernaufgaben KI kaum übernehmen kann, weiterhin offenbleiben, während KI in anderen, häufig wissensintensiven Büroberufen Aufgaben automatisiert und neue Anforderungen schafft", so die Studienautoren.

Fokus auf Berufsbildung und Quereinstiege

Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Politik sollten laut der Studie daher die Berufsbildung stärken und in Berufen wie Pflege, Gastronomie, Logistik und Handwerk sowohl Quereinstiege erleichtern als auch attraktive Karrierewege schaffen. Zudem soll KI Beschäftigte in Berufen mit Fachkräftemangel von repetitiven Aufgaben entlasten, während in Büro- und Wissensberufen Weiterbildung und neue Aufgabenprofile benötigt werden.
Für die Studie hat Deloitte demografische und berufliche Daten der Schweiz mit internationalen Daten zur Nutzung und zum Einsatzpotenzial von KI kombiniert. Untersucht wurden 279 Berufe.

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