Kritische Sicherheitslücke wird ausgenutzt: Schon wieder Probleme für Atlassian

3. Juni 2022, 12:31
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Foto: David Huck / Unsplash

Hacker greifen eine Lücke in Atlassian Confluence an. Sie besteht schon seit 2013, ein Patch ist noch nicht verfügbar.

Atlassian hat eine dringende Sicherheitswarnung zu einer Lücke in Confluence veröffentlicht. Hacker würden die Schwachstelle aktiv angreifen und könnten Remote Code ausführen. Zuerst hiess es, betroffen sei die Version 7.18 des Confluence-Servers sowie möglicherweise auch die Versionen 7.4 und höher von Confluence Server und Confluence Data Center. Dann erklärte Atlassian, dass Confluence zurück bis zur Version 1.3.5, die im Jahr 2013 veröffentlicht wurde, betroffen sei. Die Lücke "CVE-2022-26134" hat aktuell noch keinen CVS-Score, wird von Atlassian aber als "kritisch" eingestuft. Entdeckt haben sie Sicherheitsforscher von Volexity. Diese haben auf Github eine Liste mit IP-Adressen, die hinter den Angriffen stecken, sowie auch Yara-Regeln veröffentlicht.
Problematisch ist, dass zurzeit kein Patch verfügbar ist. Im Advisory rät Atlassian zur Einschränkung von Confluence-Server- und Rechenzentrums-Instanzen aus dem Internet oder zur vorläufigen Deaktivierung der Instanzen. Die US-Behörde CISA fordert Organisationen auf, den gesamten Internetverkehr von und zu den betroffenen Produkten zu blockieren, bis ein Patch veröffentlicht ist.
Einen solchen hat Atlassian inzwischen bis zum Ende des 3. Juni angekündigt. Eine schnelle Reaktion ist für das Unternehmen wichtig, war es doch erst kürzlich stark kritisiert worden, weil Confluence, Jira und weitere Dienste für gewisse Kunden über Tage ausgefallen waren.

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