Der britische Lehrmittelverlag Pearson ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Wie das Unternehmen mitteilt, habe sich ein Unbefugter Zugang zu einem Teil seiner Systeme verschafft. Die Aktivitäten seien gestoppt und eine Analyse des Vorfalls sowie ein möglicher Datenabfluss untersucht worden.
Gemeinsam mit Forensikerinnen und Forensikern sowie Strafverfolgungsbehörden seien Ermittlungen eingeleitet worden, erklärt Pearson. Zum jetzigen Zeitpunkt gehe der Verlag davon aus, dass der Täter hauptsächlich ältere Daten heruntergeladen habe. Allfällige Ergebnisse der Ermittlungen würden "gegebenenfalls" direkt an Kunden und Partner weitergeben. Auf den Geschäftsbetrieb habe der Vorfall keine Auswirkungen.
Das Magazin '
Bleeping Computer' will erfahren haben, dass die Angreifer bereits im Januar durch ein geleaktes
Gitlab Personal Access Token (PAT) in die Entwicklungsumgebung des Verlags eindringen konnten. Mithilfe der personalisierten Zugriffsdaten sei es dem Angreifer möglich gewesen, aus dem internen Netzwerk und der Cloud-Infrastruktur Terabytes an Daten abzuzügeln.
Betroffen seien die Cloud-Ressourcen Pearsons bei AWS, Google Cloud, Salesforce und Snowflake. Dort waren unter anderem Finanz- und Kundendaten, Quellcode sowie Support-Tickets abgelegt, die der Hacker erbeutet haben will, heisst es in dem Bericht.