Die webbasierte Bürosuite Libreoffice Online bekommt offenbar ein zweites Leben. Wie die bei den Entwicklungsarbeiten federführende Stiftung The Document Foundation in einem Blogbeitrag erklärt, ist Anfang Monat beschlossen worden, dem Projekt neues Leben einzuhauchen.
Die Stiftung habe "viele Anfragen" nach einer webbasierten Version der Suite erhalten, wird als Grund für die Reanimation genannt. Dabei starten die Entwicklerinnen und Entwickler keineswegs bei null. Erste Arbeiten an Libreoffice Online habe es schon vor über zehn Jahren gegeben. 2017 entstand auf Basis des Quellcodes Collabora Online. Das britische Unternehmen Collabora hatte zuvor an der Entwicklung von
Libreoffice Online mitgewirkt, konzentrierte sich fortan jedoch auf die eigene Lösung. Der Vorstand der The Document Foundation beschloss dann, 2022 das Projekt einzufrieren.
Jetzt sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Nach eigenen Angaben plant die Stiftung, das Repository für Libreoffice Online wieder zu öffnen, und gleichzeitig die Community zu ermutigen, sich mit Code oder Technologien zu beteiligen. Die Verantwortlichen versprechen, aktiv mit der Community zusammenarbeiten zu wollen, um Libreoffice Online zu fördern, einschliesslich der technischen Basis, der Qualitätssicherung und der Vermarktung. An ein eigenes Hosting oder Unternehmenssupport sei aber nicht gedacht, betont The Document Foundation.