Logitech hat im zweiten Quartal 2026/27 besser abgeschnitten als erwartet. Umsatz und Ergebnis lagen trotz eines Zuliefererausfalls leicht über dem Vorjahr. Konkret stieg der Umsatz auf 1,22 Milliarden US-Dollar – ein Plus zu konstanten Wechselkursen von 2% im Vorjahresvergleich. Die Profitabilität verteidigte Logitech. So lag der bereinigte operative Gewinn mit 230,9 Millionen um 0,4% über dem Vorjahreswert, teilten die Westschweizer nach US-Börsenschluss mit.
Die bereinigte Bruttomarge legte um 1,4% auf 45,2% zu und hat damit laut CFO Matteo Anversa die eigenen Erwartungen übertroffen. Im Vorjahr war sie noch von den US-Zöllen belastet worden. Der Reingewinn lag um 0,5% höher bei 216,7 Millionen US-Dollar. Mit den Kennziffern hat Logitech die Konsenserwartungen beim Umsatz gut getroffen, bei der Bruttomarge und dem operativen Ergebnis hat das Unternehmen besser abgeschnitten.
Gaming und Video stark
Bei den einzelnen Produktkategorien legte Logitech im grössten Segment Gaming zu (+8%), auch Tastaturen und Computermäuse (je +4%) waren gefragt. Besonders stark lief es bei Video Collaboration (+12%). In den kleineren Kategorien fiel Tablet Accessories indes nach einem starken Vorjahr mit einem Minus von 32% wieder zurück.
Bei den Regionen hebt CEO Hanneke Faber in der Mitteilung das Wachstum in Americas hervor. Hingegen habe die Region Asia-Pacific aufgrund der hohen Vergleichsbasis etwas schwächer abgeschnitten als im Vorjahr. Auch die Märkte in der Region EMEA haben sich laut Faber wegen des Nahostkonflikts etwas gedämpft gezeigt.
Ausblick und Zuliefererausfall
Das seit den Zahlen zum
ersten Quartal bekannte Zuliefererproblem durch einen Vorfall in einer Fabrik hat zudem offenbar weniger drastische Auswirkungen als zunächst befürchtet. Nun soll der Umsatz im dritten Quartal deswegen lediglich noch um 70 bis 80 Millionen gedrückt werden. Im Sommer war Logitech von bis zu 200 Millionen ausgegangen. Seit September sei die Fabrik wieder geöffnet, die volle Kapazität soll bis Ende des Kalenderjahres wieder erreicht werden.
Für das wichtige Weihnachtsquartal rechnet Logitech dadurch zu konstanten Wechselkursen mit einem maximal stabilen oder bis zu 5% rückläufigen Umsatz von 1,36 bis 1,43 Milliarden Dollar, die Bremswirkung des Zuliefererproblems sei dabei mit eingerechnet. Der bereinigte Ebit soll zwischen 220 und 255 Millionen Dollar liegen.