Screenshot aus einem von Movie Gen generierten Video. Quelle: Meta
"Movie Gen" soll laut dem Unternehmen anhand von Prompts Video- und Audioclips erstellen können. Noch aber ist das KI-Tool nicht verfügbar.
Die Facebook-Mutter Meta hat ein neues KI-Tool vorgestellt, mit dem sich Audio- und Videoclips erstellen lassen. Die von "Movie Gen" erstellten Videos könnten bis zu 16, Audio-Clips bis zu 45 Sekunden lang sein, erklärt das Unternehmen. Das Tool könne auch verwendet werden, um vorhandenes Filmmaterial zu bearbeiten, indem beispielsweise der Stil verändert oder neue Dinge hinzugefügt werden.
Die Modelle hinter Movie Gen seien mit einer Kombination aus lizenzierten sowie öffentlich verfügbaren Datensätzen trainiert worden, schreibt Meta, ohne weitere Details dazu zu nennen. Die Vermutung liegt nahe, dass unter anderem Instagram- und Facebook-Videos für das Training verwendet wurden.
Zu teuer, zu langsam
Metas Chief Product Officer Chris Cox erklärt, dass man noch nicht bereit sei, die neuen Fähigkeiten "als Produkt auf den Markt zu bringen." Es sei immer noch teuer, die Generierung dauere zu lange, so Cox in einem Post auf Threads.
Bestehende Videos können mit der Meta-KI bearbeitet werden. Quelle: Meta
Wie 'The Verge' anmerkt, ist auch das Video-Generierungstool Sora von OpenAI, das erstmals im Februar vorgestellt wurde, noch nicht öffentlich verfügbar.
Sorge um Missbrauch
Wie bei Text- und Bildgeneratoren besteht auch bei den KI-Videotools die Sorge, dass die Inhalte für Deepfakes, Desinformationskampagnen oder sonstigen Missbrauch genutzt werden könnten.
Andere Bedenken stammen von Schauspielerinnen und Schauspielern. Unter anderem hatte Scarlett Johansson den ChatGPT-Hersteller beschuldigt, ihre Stimme ohne Erlaubnis für seinen Chatbot zu imitieren. Die Kreativbranche macht sich Sorgen darüber, wie sich KI-Generatoren auf ihren Lebensunterhalt auswirken werden. Das Thema war ein zentraler Bestandteil mehrerer Streiks, einschliesslich der gemeinsamen Streiks der Screen Actors Guild sowie der American Federation of Television and Radio Artists (SAG-AFTRA).