Metas Reality Labs verschlingen Milliarden

27. Juli 2023 um 12:03
image
Wird das Metaverse zum Luftschloss? Foto: Unsplash+

Während das Werbegeschäft bei der Facebook-Muttergesellschaft wieder läuft, verbrennt der Konzern noch immer Unsummen mit seiner Vision vom Metaverse.

Das Werbegeschäft bei Meta kommt wieder in Schwung. Der Umsatz des Unternehmens wuchs im vergangenen Quartal um 11% auf knapp 32 Milliarden Dollar. Der Gewinn stieg um 16% auf rund 7,8 Milliarden Dollar, wie der Konzern mitteilte.
Damit ist Meta wieder auf Wachstumskurs. Im vergangenen Jahr hatten Konjunktursorgen den Online-Werbemarkt gebremst. Das traf auch die Facebook-Muttergesellschaft. Der Umsatz schrumpfte in drei Quartalen in Folge. Der Trend wendete sich erst zu Beginn dieses Jahres.
Für das laufende Vierteljahr stellte Meta 32 bis 34,5 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht und übertraf damit die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Es wäre auch ein deutliches Plus im Vergleich zu den 27,7 Milliarden Dollar aus dem Vorjahresquartal.
Metaverse als Kostenfaktor
Derweil leistet sich der Konzern weiterhin hohe Kosten für die Vision eines Metaverse. Im vergangenen Quartal verbuchte die Sparte Reality Labs, in der die Entwicklung gebündelt ist, einen operativen Verlust von gut 3,7 Milliarden Dollar. Insgesamt habe der Bereich seit seiner Gründung mehr als 21 Milliarden Dollar verloren, schreibt 'CNBC'.
Dabei könnte noch einiges mehr dazukommen. Gemäss dem Ergebnisbericht erwartet Meta, dass die Betriebsverluste in seiner Reality-Labs-Einheit aufgrund von laufenden Produktentwicklungsbemühungen und den nötigen Investitionen zur weiteren Skalierung im Vergleich zum Vorjahr nochmal "beträchtlich steigen" werden.
(Mit Material von Keystone-sda)

Loading

Mehr zum Thema

image

7 Millionen Franken für Ostschweizer SOC

Sechs Kantone beschaffen ein gemeinsames Security Operations Center von Swisscom. In den nächsten fünf Jahren ist der Telco für die Cybersicherheit zuständig.

publiziert am 26.2.2024
image

Gescheitertes Educase-Projekt kostet Luzern 1,6 Millionen Franken

Anfang 2022 brach der Kanton die Einführung der Schulsoftware ab. Jetzt legt der Regierungsrat die Kosten für das Debakel vor.

publiziert am 26.2.2024
image

Frauenfeld ebnet den Weg für die IT-Auslagerung

Ohne Gegenstimme bewilligt das Stadtparlament das Outsourcing. Der Auftrag wurde bereits an Abraxas vergeben.

publiziert am 23.2.2024
image

Apple verteidigt sich gegen Vorwürfe der EU

Dem Konzern droht ein Bussgeld von 500 Millionen Euro. Es geht um mögliche Verstösse im Musikstreaming-Markt und den Streit mit Spotify.

publiziert am 23.2.2024