Microsoft will mit der mit ChatGPT-ausgestatteten Suchmaschine Bing um Firefox buhlen. Derzeit ist Google noch die standardmässige Suchmaschine im Mozilla-Browser. Das könnte sich aber in Zukunft ändern, wie 'The Information' unter Berufung auf Insider berichtet. Ende Jahr läuft der Deal zwischen Google und Mozilla aus – und Microsoft will dann mitbieten. Im Jahr 2021 zahlte Google dem Browser-Hersteller dafür rund 528 Millionen US-Dollar.
Bereits vor 2 Jahren hatte Mozilla versucht, Bing als Standard-Suchmaschine zu nutzen. Die Ergebnisse dieser Tests werden wohl auch bei den derzeitigen Verhandlungen berücksichtigt werden.
Selbst wenn Bing den Firefox-Deal bekommt, ist das keine Garantie dafür, dass die Suchmaschine gegenüber Google an Boden gewinnt. Auch Yahoo musste dies vor einigen Jahren auf die harte Tour herausfinden. Im Jahr 2014 ersetzte Yahoo Google als Standard für Firefox in den USA. Doch Mozilla kündigte den Vertrag anschliessend wieder einseitig. Es folgt ein Rechtsstreit über mögliche Vertragsverletzungen. Der Browser-Hersteller war insbesondere mit den schlechten Suchergebnissen von Yahoo unzufrieden, was zu einer geringeren Nutzung und so auch zu geringeren Einnahmen führte. Die Einigung zwischen beiden Unternehmen erfolgte erst Jahre später.
Trotzdem hätte Microsoft gute Chancen, denn mit ChatGPT hat der Konzern zumindest in Sachen KI die Nase derzeit deutlich vorn.
Auch Google kommt voran
Doch auch Google macht vorwärts. An der Entwicklerkonferenz Google I/O gab es nämlich nur ein Thema: Künstliche Intelligenz. Der Netzriese will sich sein Milliardengeschäft nicht kampflos abjagen lassen.
Bald kann man den hauseigenen Textroboter Bard in 180 Ländern ausprobieren. In den Ländern der Europäischen Union wird Bard allerdings vorerst nicht erreichbar sein. Dasselbe gilt für die Schweiz.