Milliardenstrafe für Meta wegen Cambridge Analytica

22. Oktober 2026 um 09:31
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Foto: Greg Bulla / Unsplash

Der Skandal um Cambridge Analytica erschütterte einst das Vertrauen in Facebook. Jahre später bekommt Meta im US-Bundesstaat New Mexico nun die Quittung.

Der Facebook-Konzern Meta soll wegen des Jahre zurückliegenden Datenschutzskandals um Cambridge Analytica eine Strafe von 25 Milliarden Dollar zahlen. Zuvor hatten Geschworene im US-Bundesstaat New Mexico entschieden, dass Nutzerinnen und Nutzer mit Blick auf Datenschutz und Redefreiheit von Facebook in die Irre geführt wurden.
Meta zeigte sich in einer ersten Reaktion überzeugt davon, dass man sich im Berufungsverfahren durchsetzen werde. Die Entscheidung und die Vorgehensweise des Generalstaatsanwalts von New Mexico, der die Klage eingereicht hatte, machten es "so gut wie unmöglich", weiter in dem Bundesstaat tätig zu sein. Meta hatte bereits nach dem Urteil der Geschworenen vor einigen Wochen betont, dass man mit deren Entscheidung nicht einverstanden sei und sich weiter gegen die Vorwürfe verteidigen werde.
Pro Verstoss war eine Strafe von bis zu 5000 Dollar veranschlagt worden. Die Geschworenen fanden Millionen Verstösse, die sich nach Rechnung des Richters auf den Milliardenbetrag addierten.

Vertrauen in Facebook beschädigt

Der Skandal um Cambridge Analytica hatte 2018 das Vertrauen der Öffentlichkeit zum Facebook-Konzern nachhaltig beschädigt. Dabei ging es darum, dass Informationen aus einer harmlos erscheinenden Umfrage eines Datenforschers zur Erstellung von Nutzerprofilen genutzt und mit der Analysefirma Cambridge Analytica geteilt wurden.
Auch das Team des damaligen Kandidaten Donald Trump griff darauf vor der US-Präsidentenwahl 2016 zurück. Insgesamt waren rund 87 Millionen Nutzer-Accounts betroffen. Der Konzern zahlte unter anderem rund sechs Milliarden Dollar an die US-Regierung, um Ermittlungen dazu beizulegen.
Im Nachgang des Skandals zog New Mexico dann 2021 vor Gericht mit Vorwürfen, bei denen es zusätzlich um die Meinungsfreiheit auf der Plattform ging. Auslöser waren Enthüllungen im Zuge der Aufarbeitung des Falls. Unter anderem hiess es dabei in einem Whistleblower-Bericht, dass einige prominente Accounts von Regeln zu auf der Plattform erlaubten Inhalten heimlich ausgenommen worden seien.

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