Nach Cyberangriff erschienen Schweizer Zeitungen bloss reduziert

27. März 2023 um 09:08
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Newsroom der NZZ in Zürich. Foto: NZZ

'NZZ' und 'Schweiz am Wochenende' mussten ihre gedruckten Ausgaben verkleinern. Nach wie vor stehen einige Systeme und Services nicht zur Verfügung.

Die 'Neue Zürcher Zeitung' und die 'Schweiz am Wochenende' erschienen am letzten Samstag aufgrund eines Cyberangriffs in reduziertem Umfang. Wegen der Attacke waren am Freitag mehrere Dienste der Medienunternehmen NZZ und CH Media nicht zur Verfügung gestanden.
Die Samstagsausgabe der 'NZZ' erschien laut einer Ankündigung in leicht reduziertem Umfang. Bei der 'Schweiz am Wochenende' von CH Media hiess es, die Zeitungen erschienen als Einheitsausgabe: "Die vertrauten Regionalausgaben mussten gebündelt werden." Das Online-Angebot der Medien sei davon nicht betroffen.
Beim Angriff am Freitag handelte es sich laut CH Media um Ransomware. CH Media bezieht den Angaben zufolge verschiedene IT-Services von der NZZ-Mediengruppe und war dadurch auch direkt vom Cyberangriff auf die NZZ-Infrastruktur betroffen. Eingeschränkt war unter anderem die Arbeit in Redaktionen, darunter die Produktion von Radioprogrammen, wie die Nachrichtenagentur 'Keystone-SDA' aus Redaktionskreisen erfuhr. Die NZZ-Unternehmenskommunikation erklärt auf unsere Nachfrage zum aktuellen Stand am Montag, 27. März: "Aufgrund des Cyberangriffs stehen nach wie vor einige Systeme und Services des Unternehmens NZZ nicht zur Verfügung." Die IT-Abteilung arbeite zusammen mit den externen Spezialisten weiterhin daran, Massnahmen zur Behebung zu ergreifen.
Die Produktion und Herausgabe der Zeitungen der kommenden Tage sei nach aktuellem Stand sichergestellt. Allerdings könne es nach wie vor zu Auswirkungen durch den Cyberangriff kommen: "Aufgrund der erschwerten Produktionsprozesse sind gegebenenfalls Umfangreduktionen möglich. Auch das E-Paper wird voraussichtlich weiterhin nur eingeschränkt nutzbar sein." (Mit Material von Keystone-sda)
Update 16.30 Uhr: Der Artikel wurde mit der aktuellsten Stellungnahme der NZZ ergänzt.

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