Nach Cyberangriff: Läderach-Mitarbeitende sollen Bankkonto-Passwörter ändern

15. September 2022, 12:30
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Foto: Läderach

Die Cyberattacke auf Läderach hat weitere Folgen. Laut dem Süssigkeitenhersteller haben die Kriminellen möglicherweise sensible Personendaten gestohlen.

Die Cyberattacke auf Läderach hat bittere Folgen: Der Schoggifabrikant teilt mit, dass möglicherweise sensible Personendaten betroffen seien. Gemäss 'Blick' warnt Läderach in einer Mail an seine Mitarbeitenden, dass Namen, Geburtsdaten, private Wohnadressen oder Telefonnummern im Netz landen könnten. Auch Lohnbescheinigungen, Arbeitsverträge oder Informationen zu den An- und Abwesenheiten mit Angestellten seien möglicherweise von einem Datenklau betroffen.
Der Süssigkeitenhersteller wird laut einer Mitteilung Massnahmen ergreifen, um potenzielle Schäden für derzeitige und ehemalige Mitarbeitende zu vermeiden. Im HR-Bereich wurde eine Anlaufstelle eingerichtet. "Wir haben unsere Mitarbeitenden dazu umfassend und transparent informiert", sagt Firmensprecher Matthias Goldeck gegenüber 'Blick'. Es gäbe noch keine Hinweise darauf, ob Zahlungsdaten entwendet worden wären. Mitarbeitende sollten aber ihre Konten auf verdächtige Transaktionen überprüfen und ihre persönlichen Passwörter von Bankkonten ändern, heisst es im Warnschreiben weiter. Läderach weist ausserdem darauf hin, mit Anrufen, Mails, SMS oder Social-Media-Nachrichten vorsichtig umzugehen.
Läderach hatte den Angriff am 5. September festgestellt und bestätigte, dass es sich um Ransomware handelte. Gegenüber inside-it.ch erklärte das Unternehmen danach, man müsse noch überprüfen, ob Daten abgeflossen sind. Offenbar scheint sich diese Befürchtung nun zu bewahrheiten.
Wie Läderach am 13. September mitteilte, arbeite ein Emergency-Board gemeinsam mit externen IT- und Forensik-Experten nach wie vor "mit Hochdruck" an der weiteren Analyse und der Beseitigung der Probleme. Produktion, Logistik und Administration seien anfänglich beeinträchtigt gewesen, hätten ihre Arbeit inzwischen aber nahezu in vollem Umfang wieder aufnehmen können.

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