Nutzung und Risiken von Gen-AI in Unternehmen

8. Oktober 2025 um 14:55
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Foto: Andres Siimon / Unsplash

Eine industrienahe Studie aus der Schweiz analysiert auf internationaler Ebene den Umgang mit KI in Unternehmen.

Die Geneva Association, ein internationaler Verband von Versicherungen und Rückversicherungen mit Sitz in Zürich, hat einen Bericht zu Risiken von KI für Unternehmen veröffentlicht. Der Vorstandsrat besteht aus 16 Mitgliedern, darunter Oliver Bäte, CEO von Allianz und Andreas Berger, CEO von SwissRe. Der Bericht basiert auf einer internationalen Online-Umfrage bei 100 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, darunter Finanzen, Technologie, Gesundheitswesen, Einzelhandel und Verarbeitendes Gewerbe. Hauptautor der Forschungsarbeit ist Ruo Jia, Direktor für digitale Technologien der Geneva Association und Professor im Nebenamt an der Peking-Universität. Er umreisst in der Publikation sieben verschiedene Kategorien von Risiken für Unternehmen, die durch Gen-AI entstehen. Dazu zählen neben Risiken in der Operation, Reputation, Cybersicherheit und Datenschutz auch Bias und ethische Bedenken. Ein aktuelles Beispiel, das unter Risiken in der Operation fällt, illustriert der Fall Deloitte.
Merkmale der Befragten & KI-Nutzung
Bei der Zusammenstellung der Stichproben beschränkten sich die Forscher auf die grössten Versicherungsmärkte. Dazu zählen China, Frankreich, Deutschland, Japan, Grossbritannien und die Vereinigten Staaten. Zusätzlich berücksichtigten sie bei der Wahl der Teilnehmer Firmen von unterschiedlichen Grössen.
Zur Teilnahme mussten die Befragten 4 Kriterien erfüllen:
  1. Sie mussten ein Grundverständnis von Generativer KI haben;
  2. diese im Unternehmen einsetzen;
  3. in den letzten drei Jahren eine Versicherung abgeschlossen oder erneuert haben
  4. und Einfluss auf Versicherungsentscheidungen haben.
Die Antworten zum zweiten Punkt der Nutzung sind in der Abbildung 3 dargestellt. Am häufigsten wird Gen-AI für interne Berichte, personalisierte Marketing-Inhalte, Vorhersage-Analysen, prädiktive Analysen, Training und Kosteneinsparungen verwendet. Es handelt sich um klar umrissene Geschäftsanwendungen, bei denen neben kreativen Aufgaben auch organisatorische Verbesserungen und Effizienzsteigerung ins Spiel kommen.


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Darstellung der Studie übersetzt durch Redaktion

Die Nutzung von Gen-AI durch Fachleute unterscheidet sich damit von der allgemeinen Nutzung im privaten Rahmen, wie sie in einer Studie von OpenAI im September beschrieben wurde. Gemäss dieser Studie verwendeten Nutzer KI hauptsächlich für praktische Anleitungen, Schreiben und Informationssuche. Ein direkter Vergleich zwischen den Studien ist allerdings nicht möglich, da OpenAI anonymisierte Nutzungsdaten von ChatGPT-Verbrauchern als Datenquelle verwendete, während die Antworten zur Forschung der Geneva Association durch die Umfrage beschränkt sind. Letztere geht zudem nicht näher darauf ein, inwiefern bestimmte Antwortmuster miteinander korrelieren – etwa ob jene, die den Mangel an Gen-AI-Fachkräften betonen, auch besonders intensiv Gen-AI für Innovationsprozesse nutzen.

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