OpenAI schliesst Milliarden-Deal mit AMD

7. Oktober 2025 um 10:25
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AMD-Hauptsitz in Santa Clara. Foto: AMD

Die KI-Modelle von OpenAI sollen künftig auch auf den Beschleunigern von AMD arbeiten. Dafür beteiligt sich der ChatGPT-Entwickler mit einem Milliardenbetrag am Halbleiterkonzern.

Der Chiphersteller AMD findet in KI-Entwickler OpenAI einen Grossabnehmer für seine KI-Prozessoren. Die früher hauptsächlich als Grafikchips genutzten Halbleiter vom Typ Instinct MI450 sollen grossflächig für die Verarbeitung von KI-Prompts genutzt werden, so die Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung.
AMD beziffert die Anzahl der Chips in der Mitteilung nicht, sondern nennt lediglich die Leistungsaufnahme von 6 Gigawatt als Fernziel. Die Bereitstellung von zunächst 1 Gigawatt solle in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 beginnen, so der Konzern. Bei einer elektrischen Leistungsaufnahme von 2000 Watt pro Chip wären dies zunächst eine halbe Million Chips und in fünf Jahren dann drei Millionen.
Im Rahmen der Vereinbarung beteilige sich OpenAI mit bis zu 10% an AMD. Dafür hat der Halbleiterhersteller einen Optionsschein ausgegeben, mit dem OpenAI im Laufe des Deals bis zu 160 Millionen AMD-Aktien erwerben kann. Der Optionsschein werde in Tranchen basierend auf vereinbarten Meilensteinen der beiden Unternehmen zugeteilt, heisst es in der Mitteilung. Die erste Tranche wird demnach nach der ersten Auslieferung der MI450-Chips im zweiten Halbjahr 2026 zugeteilt.
Die Vorsitzende und CEO von AMD, Lisa Su, freut sich naturgemäss über den Abschluss. Ihr Kollege und Executive Vice President, Jean Hu, lässt sich in der Mitteilung mit den Worten zitieren: "Unsere Partnerschaft mit OpenAI wird AMD voraussichtlich Einnahmen in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar einbringen und gleichzeitig den Aufbau der KI-Infrastruktur von OpenAI beschleunigen."
Sam Altman, Mitbegründer und CEO von OpenAI, ergänzt: "Die Führungsposition von AMD im Bereich der Hochleistungs-Chips wird es uns ermöglichen, den Fortschritt zu beschleunigen und die Vorteile der fortschrittlichen KI schneller für alle verfügbar zu machen."

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