Der US-Konzern Oracle hat mit "Alloy" einen neuen Cloud-Service für Partner vorgestellt. Diese könnten damit eigene, auf der Oracle-Cloud-Infrastruktur (OCI) basierende Services anbieten. Die Plattform mache aus ISVs, Service Providern oder Telekom-Unternehmen Cloud-Anbieter, heisst es vom US-Unternehmen.
Mit Alloy biete man Unternehmen eine neue Einnahmequelle. Partnerfirmen könnten die Services unter eigenem Namen anbieten und vermarkten, führt Leo Leung, VP Products and Strategy, gegenüber inside-it.ch aus. Zudem könnten Unternehmen massgeschneiderte Services bieten, etwa für bestimmte Branchen, Märkte oder Regulierungen. So könnten beispielsweise Public-Cloud-Services mit Datenhaltung innerhalb der Landesgrenzen spezifisch für den öffentlichen Sektor angeboten werden. Auch die Preisgestaltung sowie Support- und Service-Levels sei den Partnern überlassen.
"Unseren Partnern und Kunden mehr Auswahl zu bieten, ist seit langem ein Hauptaugenmerk für OCI. Heute gehen wir noch einen Schritt weiter, indem wir unseren Partnern die Möglichkeit geben, selbst Cloud-Anbieter zu werden, damit sie schneller neue Services erstellen und bestimmte Markt- und Regulierungsanforderungen erfüllen können", lässt sich Clay Magouyrk, OCI-Verantwortlicher in einer Mitteilung zitieren.
Neben Channel-Partner richtet sich Alloy gemäss Oracle auch an Unternehmen beispielsweise aus dem Gesundheitswesen, der Finanzbranche oder dem Telco-Bereich, die so eigene Services aufbauen und integrieren könnten.
Partner könnten die Plattform in ihren eigenen Rechenzentren nutzen, um Kunden zu hosten. Alloy sei grundsätzlich so konzipiert, dass die Plattform auf einer Vielzahl von zugrundeliegender Hardware laufe. Die Plattform biete dieselben Infrastruktur- und Plattformservices, die in der Public Cloud von OCI verfügbar sind, heisst es weiter.