Aus Bug Bounty Switzerland wird Signalfisher

31. August 2026 um 12:26
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Signalfisher-CEO Sandro Nafzger

Mit dem Rebranding will das Zürcher Unternehmen seine Neupositionierung im Bereich KI-gestütztes Security-Testing sichtbar machen.

Bug Bounty Switzerland firmiert künftig als Signalfisher. Das Zürcher Unternehmen hat den neuen Namen und Markenauftritt am 31. August vorgestellt. Die Umfirmierung soll in den kommenden Tagen im Handelsregister eingetragen werden. Rechtsträger, Unternehmens-Identifikationsnummer und bestehende Vertragsverhältnisse bleiben laut Unternehmen unverändert.
Mit der Umbenennung geht laut Signalfisher eine strategische Neupositionierung einher. Das 2020 gegründete Unternehmen will sich stärker auf kontinuierliche Sicherheitstests konzentrieren, die durch Künstliche Intelligenz gesteuert werden und sich laufend an neue Informationen anpassen.

"Signal statt Rauschen"

CEO und Mitgründer Sandro Nafzger begründet die Entwicklung mit der zunehmenden Geschwindigkeit, mit der Schwachstellen entdeckt und ausgenutzt werden. Das Zeitfenster zwischen dem Bekanntwerden einer Schwachstelle und ersten Exploit-Versuchen sei auf wenige Stunden geschrumpft, erklärt Nafzger in der Mitteilung. Herkömmliche Prozesse zur Schwachstellenerkennung könnten mit diesem Tempo nicht mehr Schritt halten.
Signalfisher setze deshalb auf laufende Security-Assessments statt punktueller Tests. "Was Unternehmen wirklich benötigen, ist ein intelligenter Livestream: keine ununterbrochene Kaskade von Schwachstellen, sondern ein ständig angepasster Strom relevanter Erkenntnisse, der das Signal aus dem Rauschen fischt", heisst es von Signalfisher.
Die Programme sollen Veränderungen der Angriffsfläche, neue externe Bedrohungen sowie Erkenntnisse aus früheren Tests berücksichtigen und die Tests entsprechend anpassen. Dabei kombiniere das Unternehmen KI-basierte Verfahren mit der Betreuung durch Cybersecurity-Fachleute. Diese definieren laut Mitteilung unter anderem Kontext und Umfang der Tests, überwachen deren Durchführung und werten die Ergebnisse aus.

12 Millionen Franken für Wachstum

Die Neupositionierung folgt wenige Monate nach einer Finanzierungsrunde über 12 Millionen Franken. Mit dem Kapital will Signalfisher nach eigenen Angaben das Geschäft skalieren und international ausbauen.
Das Unternehmen bietet seine Security-Testing-Dienste unter anderem über die Plattform Cyber Resilience Shield an. Damit sollen Organisationen ihre exponierte Angriffsfläche kontinuierlich auf Sicherheitsrisiken überprüfen können. Zu den Kunden zählt Signalfisher nach eigenen Angaben unter anderem Finanzinstitute, Betreiber kritischer Infrastrukturen und öffentliche Stellen. Auch das Bundesamt für Cybersicherheit (Bacs) wird als Kunde genannt.

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