Die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) sieht sich mit einem möglichen Datenabfluss konfrontiert. Wie sie mitteilt, könnten ihre Versicherten
vom Cyberangriff auf die Softwarefirma PK Softnet betroffen sein: "Die bisherigen Abklärungen deuten darauf hin, dass beim Cyberangriff auch Personendaten von Versicherten der PKZH entwendet wurden."
Die PKZH setzt aktuell noch auf einen anderen Softwareanbieter, will aber 2027 auf das System von PK Softnet wechseln. "Diese Daten wurden im Rahmen von Tests für den geplanten Systemwechsel verwendet", so die Mitteilung. Die PKZH spricht davon, dass es sich "im ungünstigsten Fall" um Personendaten wie Namen, Geburtsdaten, Adressen, AHV-Nummern, Vorsorgedaten, Zivilstand und IBAN-Nummern handeln könnte.
"Die Pensionskasse Stadt Zürich bedauert diesen Vorfall und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sehr. Sie nimmt den Fall ernst und hat eine Strafanzeige eingereicht", heisst es weiter. Die PKZH begleite die "weiteren Abklärungen eng und prüft laufend, welche zusätzlichen Massnahmen im Interesse der Versicherten notwendig sind". Sie warnt ihre Versicherten davor, dass Kriminelle Daten für gefälschte E-Mails oder Anrufe nutzen könnten: "Seien Sie deshalb in nächster Zeit besonders aufmerksam."
PK Post wartet auf Klarheit
Eine neue Mitteilung hat auch die Pensionskasse Post veröffentlicht. Sie sei Ende September von ihrem Softwarelieferanten PK Softnet über den Angriff informiert worden. "Die aktuellen Untersuchungen haben ergeben, dass dabei tatsächlich Personendaten abgeflossen sind. Ob Daten von Versicherten der Pensionskasse Post betroffen sind, bleibt weiterhin unklar. Es besteht aber die Möglichkeit, dass dies zutrifft", schreibt die Pensionskasse.
Sie setze alles daran, "schnellstmöglich Klarheit herzustellen" und arbeitet eng mit dem Softwarelieferanten, den zuständigen Behörden und externen Spezialistinnen und Spezialisten zusammen. Auch die Pensionskasse Post warnt ihre Versicherten, aufmerksam bei unerwarteten E-Mails, SMS oder Telefonanrufen zu sein.