14 Massnahmen gegen das Scheitern von IT-Grossprojekten

28. November 2014 um 13:26
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Bundesverwaltung muss alle grossen Informatikprojekte überprüfen.

Bundesverwaltung muss alle grossen Informatikprojekte überprüfen.
Der Bundesrat hat am Freitag die Departemente beauftragt, alle grossen Informatikprojekte bis im Januar zu überprüfen. Überprüft werden müssen laufende ICT-Projekte mit einem Gesamtaufwand von über 5 Millionen Franken, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EJPD) mitteilte. Es handle sich um eine kurzfristig wirksame Massnahme.
Nach dem Scheitern des Informatikprojekts "Insieme" und anderen Pannen hatte das Parlament den Bundesrat beauftragt, einen Bericht über die Misserfolge von ICT-Grossprojekten zu verfassen. Der Bundesrat beauftragte das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen (IWI), die Projekte zu analysieren und Massnahmen vorzuschlagen.
Am Freitag hat der Bundesrat einen Bericht verabschiedet (öffnet PDF), der darauf basiert. Das IWI untersuchte 15 Grossprojekte. Es kam zum Schluss, dass bei allen schlechte Rahmenbedingungen dazu beitrugen, dass sie in Schwierigkeiten gerieten. Neben den kurzfristigen Massnahmen schlagen die Autoren weitere 14 Massnahmen vor.
Zu den Massnahmen gehört zum Beispiel der Aufbau eines zentralen Pools an Projektleitenden oder ein halbjährlicher Statusbericht der ICT-Schlüsselprojekte und halbjährlich konsolidierte Statusberichte über alle Schlüsselprojekte. Der Bundesrat hält aber fest, verschiedene Massnahmen seien bereits umgesetzt oder in Umsetzung begriffen. Er wolle jedoch alle vorgeschlagenen Massnahmen prüfen und in Abstimmung mit den bereits laufenden umsetzen. Dazu will der Bundesrat seine Weisungen für die ICT-Schlüsselprojekte sowie für das ICT-Portfolio Bund bis Ende April 2015 überarbeiten. (sda/lvb)

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