Adobe: Creative Suite nun auch im Abo

23. April 2012 um 16:11
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Zusätzlich zur traditionellen, "ewigen" Lizenz verkauft Adobe seine Creative Suite 6 nun auch im Monatsabonnement.

Zusätzlich zur traditionellen, "ewigen" Lizenz verkauft Adobe seine Creative Suite 6 nun auch im Monatsabonnement.
Adobe hat heute die Creative Suite 6, die neuste Version seines Kernprodukts vorgestellt. Die verschiedenen enthaltenen Produkte weisen zahlreiche Neuerungen auf, die das Designen, erstellen und bearbeiten von Webseiten, Bildern, Videos und Apps ein weiteres Mal erleichtern und damit Besitzer älterer Versionen zu einem Upgrade verlocken sollen. Über die neuen Features und Funktionen informiert man sich am besten bei Adobe selbst.
Zur Creative Suite gehören beispielsweise die bekannten Adobe-Produkte Photoshop, InDesign, Illustrator, Dreamweaver, Premiere Pro, After Effects und Flash Professional. Die einzelnen Softwareprodukte sowie Softwarebündel in verschiedenen Versionen, von "Design Standard" bis zur "Master Collection" können weiterhin als traditionelle Boxen mit zeitlich unbeschränkter Lizenz gekauft werden.
Alle Einzelprodukte für zusammen 65 Franken pro Monat
Mit der Creative Suite 6 führt Adobe auch ein ganz neues Lizenzmodell ein, die "Creative Cloud". Dies ist zwar kein richtiges "Software-as-a-Service"-Modell, aber ein Monatsabonnement mit "Cloud"-Beigaben. Wer ein "Creative Cloud"-Abo erwirbt, kann alle 14 Einzelprodukte herunterladen, bei sich installieren und die Software nützen, so lange das Abo gilt. Dazu gehörten auch die neuen HTML-5-Wergzeuge "Edge" und "Muse", die in keiner der anderen Suiten inbegriffen sind. Die Creative Cloud ist damit insgesamt umfangreicher als die teuerste traditionelle Suite, die "Master Collection".
Zusätzlich gibt es noch einige Cloud-Zusatzservices für Creative-Cloud-Abonnenten. Dazu gehört beispeislweise ein Online-Speicher à la Dropbox, aber mit 20GB Speicherplatz, mit dem man Files über verschiedene Geräte synchronisieren und teilen kann. Ebenfalls inbegriffen ist "Business Catalyst", ein Hosting-Service für bis zu fünf Websites.
Ein Abonnement für die "Creative Cloud" kostet in der Schweiz 99 Franken pro Monat beziehungsweise 65 Franken, wenn man ein ganzes Jahresabo kauft. Für Besitzer von früheren Versionen der Creative Suite (CS3, CS4, CS5 und CS5.5) gibt es einen "Upgrade-Preis" – allerdings nur als Startangebot – von 39 Franken pro Monat (Jahresabo). Wie lange dieses Startangebot gelten soll, erklärte Adobe noch nicht.
Die Schweizer Preise entsprechen damit umgerechnet ungefähr den Euro-Preisen, welche ihrerseits aber deutlich über den US-Preisen liegen (75 Dollar für Einzelmonat, 50 Dollar pro Monat bei Jahreabo, 30 Dollar als "Upgrade".)
Creative Cloud versus Box
Ein Preisvergleich mit den traditionellen Suiten ist nicht ganz einfach, da die Creative Cloud wie erwähnt umfangreicher ist. Am ähnlichsten ist wohl die Master Collection, die hierzulande in der Vollversion 3921 Franken (ohne Mehwertssteuer) kosten soll. Dafür könnte man die Creative Cloud rund fünf Jahre lang abonnieren. Wer nicht alle Softwareteile braucht, kann aber auch mit den günstigeren Suiten auskommen. "Design & Web Premium" kostet 2879.39 Schweizer Franken zzgl. Mehrwertsteuer, "Creative Suite 6 Design Standard" 1960.04 Schweizer Franken zzgl. Mehrwertsteuer und "Creative Suite 6 Production Premium" 2876.39 Schweizer Franken zzgl. Mehrwertsteuer.
Der Vergleich – vor allem über längere Zeit - wird zudem durch die günstigeren Upgrade-Versionen der Box-Suiten kompliziert, die Adobe weiterhin anbietet. Und gleichzeitig bietet Adobe in der Creative Cloud ein "Upgrade"-Feature, dass viele Anwender locken könnte: Neuerungen von zukünftigen Versionen sollen Creative-Cloud-Kunden ohne Zusatzkosten schon per Softwareupgrade geliefert werden, bevor die neuen Vollversionen lanciert werden. So sollen Creative Cloud-Kunden schon dieses Jahr Neuerungen erhalten, die eigentlich erst in die Creative Cloud 7 einfliessen werden. Ob Creative-Cloud-Kunden damit in Zukunft aber ganz ohne Zusatzkosten für Upgrades auskommen werden, ist noch nicht bekannt.(Hans Jörg Maron)

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