Durch den Einsatz von KI-Systemen finden Softwareunternehmen immer mehr Sicherheitslücken in ihren Produkten. Das Paradebeispiel ist Microsoft. Am
September-Patch-Tuesday werden in diesem Monat 974 Sicherheitslücken geschlossen. Das ist ein deutlicher neuer Rekord. Im August ging es um
421 Lücken, so richtig begonnen hatte die Flut im Juli mit
621 Lücken. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 wurden im Rahmen der Patch Tuesdays 1031 Sicherheitslücken adressiert.
Es ist schwierig, aus der Menge der Patches dieses Monats die wichtigsten hervorzuheben. Dazu gehören aber sicher zwei, die bereits von Cyberkriminellen ausgenützt werden. Sowohl
CVE-2026-85880 als auch
CVE-2026-81963 können es Angreifern erlauben, Privilegien auf Systemebene zu erlangen.
Auch Adobe setzt mittlerweile KI zur Suche nach Lücken ein. Naturgemäss ist seine
am Dienstag publizierte Patch-Sammlung kleiner als die des Softwareriesen aus Redmond, aber 172 geschlossene Schwachstellen sind auch eine erkleckliche Zahl.
Die gefährlichste der Adobe-Lücken in diesem Monat,
CVE-2026-75650, wurde allerdings nicht von Adobe selbst, sondern vom Security-Unternehmen Sansec entdeckt. Auch diese Schwachstelle in Magento und Adobe Commerce wird bereits von Hackern ins Visier genommen. Adobe hat dafür einen Tag vor den anderen Patches
einen Hotfix veröffentlicht.