Alarmanlage gegen Hacker

6. April 2009, 13:23
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Eine Art Alarmanlage gegen Datenspionage entwickeln derzeit Forscher der Universität Bremen und der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Eine Art Alarmanlage gegen Datenspionage entwickeln derzeit Forscher der Universität Bremen und der Fachhochschule Gelsenkirchen. Die Forscher untersuchen dazu seit einem halben Jahr die Datenströme, die externe Computer an die Netzwerke senden und versuchen, Verhaltensmuster von Hackern zu identifizieren. Gemäss Otthein Herzog, Professor für künstliche Intelligenz der Universität Bremen, analysiert das System dabei aus Datenschutzgründen nur Datentypen und -adressen, nicht aber deren Inhalte. Diese Datenmuster werden vom System, das über künstliche Intelligenz verfügt, analysiert und entsprechend kategorisiert, wie es in einem Bericht des 'Handelsblatt' heisst. "Das System lernt mit jedem Angriff dazu und wird besser", so Herzog weiter.
Bei der Untersuchung der Daten werden nicht nur verbreitete Internetprotokolle wie HTTP und FTP, sondern auch neuere Protokolle wie VoIP oder SOAP berücksichtigt. Damit können neben Angriffen auf Internetknoten auch Sicherheitsvorfälle, die von mobilen Endgeräten ausgehen sowie miss­bräuchli­che Zugriffe auf sicherheitskriti­sche, IT-gestützte Ge­schäftspro­zesse von Unter­nehmen erkannt und analysiert werden, wie es auf der Internetseite des Projekts heisst.
Das Projekt "FIDes", das unter anderem vom deutschen Bundesforschungsministerium und T-Systems unterstützt wird, soll dazu beitragen, dass das unbefugte Eindringen in Computernetzwerke in Zukunft einfacher und schneller entdeckt werden können. (bt)

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