Auch dieses Jahr wieder - Bern vergibt Nesko-Aufträge freihändig

19. Dezember 2016 um 11:03
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Berns kantonale Steuerverwaltung vergibt die Aufträge für Wartung und Support der Nesko-Applikationen einmal mehr ohne Ausschreibung.

Berns kantonale Steuerverwaltung vergibt die Aufträge für Wartung und Support der Nesko-Applikationen einmal mehr ohne Ausschreibung.
Freihändig sind für die Veranlagungsanwendungen der Steuerverwaltung im Kanton Bern auch dieses Jahr wieder Aufträge im Wert von 6,5 Millionen Franken an Bedag Informatik, sieben Millionen Franken an DV Bern und 617'100 Franken an Inova Solutions vergeben worden. Seit Jahren profitieren immer die gleichen Firmen von diesem Auftrag für die Nesko (Neues Steuerkonzept) genannten Applikationen. Geändert hat sich diesmal das Volumen, dass von zuvor rund 10,1 Millionen Franken in den Jahren 2015 und 2016 im kommenden Jahr auf etwas mehr als 14 Millionen Franken gestiegen oder knapp 40 Prozent höher ausgefallen ist.
Gleich geblieben ist hingegen die Begründung des Freihänders. Nesko sei eng mit den Umsystemen verknüpft und die Anbieter bringen dafür aufeinander eingespielte Dienstleistungen. Sie setzen eingehende Kenntnis der Anwendungen und deren Anpassung voraus: "Ein Auseinanderfallen von Betriebs- und Entwicklungsverantwortung für einzelne Teile des komplexen und hochspezialisierten Nesko-Umfelds würde viele zusätzliche Schnittstellen und Abgrenzungsprobleme schaffen, die grosse Risiken für die ständige Verfügbarkeit der Anwendungen und damit die zeitgerechte Verarbeitung zur Folge hätten", heisst in der Zuschlagsbegründung auf simap. Aufgrund des grossen öffentlichen Interesses seien solche Risiken nicht hinnehmbar.
Der Nesko-Auftrag wird übrigens ohne Ausschreibung bis 2020 weitergehen. Dem jetzt erfolgten Zuschlag liegt ein Grossratsbeschluss vom 24.08.2016 zugrunde, der etwas mehr 56,4 Million Franken für die Wartung und den Support von Nesko in den Jahren 2017-2020 enthält, wie Ivo Siegenthaler, stellvertretender Leiter des kantonalen Finanzcontrollings, auf Anfrage bestätigt. Auf simap wird denn auch betont, dass der Betrag "an die ursprünglichen Anbieterinnen und Anbieter" gehen wird . (vri)

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