Autonomer Shuttlebus jetzt im Life-Test

23. Juni 2016, 09:57
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Die bisher auf geschlossenen Plätzen getesteten autonomen Shuttlebusse nehmen eine weitere Hürde.

Die bisher auf geschlossenen Plätzen getesteten autonomen Shuttlebusse nehmen eine weitere Hürde. Mit den jetzt vorliegenden Bewilligungen der Behörden kann im Zentrum von Sion der Pilotbetrieb gestartet werden. So sind die selbstfahrenden Busse ab heute erstmals mit Fahrgästen im öffentlichen Raum unterwegs, wie PostAuto Schweiz mitteilt. Die Fahrzeuge haben weder Lenkrad noch Pedalen und sind komplett elektrisch angetrieben mit maximal 20 Kilometer pro Stunde unterwegs.
Angekündigt wurden diese Shuttles bereits im letzten November. Da die gesetzlichen Bestimmungen für den Einsatz autonomer Fahrzeuge auf öffentlichen Strassen derzeit noch nicht abschliessend geregelt sind, habe man für den jetzigen Pilotbetrieb in Sion Sonderbewilligungen erhalten, heisst es in einer Meldung. Sowohl das Bundesamt für Strassen (ASTRA) als auch das kantonale Strassenverkehrsamt des Kantons Wallis haben der bis im Oktober 2017 dauernden Erprobung zugestimmt.
Ausprobieren kann man die Shuttles kostenlos zunächst von Dienstag bis Sonntag jeweils am Nachmittag. Ob sie fahren, hänge aber von den Wetterprognosen, dem Zustand der Strassen, von Veranstaltungen und möglichen Baustellen auf der Route ab, heisst es weiter.
Als erste Weiterentwicklungen der 11-sitzigen Fahrzeuge werden eine Klimaanlage, die permanente Lüftung und Scheibenwischer für die Frontscheibe genannt. Zudem sei eine zweite Batterie mit einer Leistung von 16,5 kW verbaut worden und neu gebe es auch eine Rampe für behinderte Personen.
In der Pilotphase begleiten Sicherheitsfahrer jede Fahrt, die unter anderem den Betrieb überwachen und Notbremsungen einleiten können. Die Fahrzeuge sind mit Sensoren ausgestattet, können Tag und Nacht auf den Zentimeter genau fahren und Hindernisse oder Signalisierungen auf der Strasse erkennen, heisst es beim Betreiber weiter. Mit der Erprobung will der Kanton klären, wie die Bevölkerung die neue Technologie akzeptiert und die ETH Lausanne nutzt die gesammelten Daten, um die Algorithmen des von ihrem Startup BestMile entwickelten Flottenmanagement-Systems zu verbessern. (vri)

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