Basel-Stadt zahlt "Gymi"-Lehrern die IT-Weiterbildung

25. März 2019, 12:20
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Ab 2020 wird Informatik in den basel-städtischen Gymnasien zum Pflichtfach und so sucht der Kanton nach entsprechend ausgebildeten Lehrpersonen.

Ab 2020 wird Informatik in den basel-städtischen Gymnasien zum Pflichtfach und so sucht der Kanton nach entsprechend ausgebildeten Lehrpersonen. Um dem Mangel entgegenzuwirken, zahle Basel-Stadt den Lehrern die IT-Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule (PH), berichtet 'Schweiz am Wochenende'. Das Erziehungsdepartement habe für die Jahr 2020 bis 2022 2,1 Millionen Franken für diese Massnahme beantragt.
Man gehe davon aus, dass rund ein Dutzend Lehrpersonen das Angebot des Kantons annehmen werde. Knapp 20 zusätzliche IT-Lehrer würden nächstes Jahr benötigt. Der Kanton Basel-Stadt sucht wie auch andere Kantone zusätzliche IT-Lehrpersonen, denn schweizweit wird Informatik an den Gymnasien im Schuljahr 2021/2022 eingeführt werden. In Zürich beispielsweise rechnet man mit 40 neuen Vollzeitstellen und schweizweit sind laut einem 'SRF'-Bericht an den Gymnasien rund 300 neue Lehrerstellen zu besetzen.
"Im Vergleich zu Basel-Stadt haben wir ein Jahr mehr Zeit", sagt Monique Juillerat, Sprecherin der Baselbieter Bildungsdirektion, zu 'Schweiz am Wochenende'. Aber auch hier beschäftigt der IT-Lehrermangel. Ab 2020 gebe es entsprechende Weiterbildungen, so Juillerat. So weit wie der Stadtkanton aber will man in Basel-Land offenbar nicht gehen. Davon, dass der Kanton den Lehrern das Studium bezahlt, sei man weit entfernt, schliesst die Zeitung.
Basel-Stadt hat vergangenen Herbst auch damit begonnen, die Informatik an den Mittelschulen auf den gleichen Stand zu bringen. Da die Gymnasien selbst für ihre IT-Infrastruktur verantwortlich waren, gibt es zwischen den Schulen Unterschiede bei der Qualität, Nutzbarkeit und Sicherheit der IT-Mittel. Um die Differenzen zu beheben und es Schülern und Lehrpersonen zu ermöglichen, von überall her auf ein Netzwerk und standardisierte Lern- und Kollaborationsplattformen zugreifen zu können, investiert der Kanton rund vier Millionen Franken. (kjo)

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