Basler Gewerbeschule ist Opfer eines Cyberangriffs

9. April 2021 um 15:00
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Die Schule wurde mit der Ransomware Ryuk attackiert. Sämtliche Server sind nicht erreichbar, das E-Mail-System ist down.

Die Allgemeine Gewerbeschule Basel ist zum Ziel eines Hackerangriffs geworden, wie das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt mitteilt. Die IT-Abteilungen des Kantons und des Erziehungsdepartements würden versuchen, die Auswirkungen des Angriffs zu mindern und Daten zu retten.
Erste Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Ransomware Ryuk zum Einsatz gekommen sei, was auf professionelle Urheber schliessen lasse. Von Angriffen mit Ryuk sind gegenwärtig vor allem Spitäler und Bildungseinrichtungen betroffen. So gehörten im März 2021 zahlreiche Krankenhäuser in Frankreich zu den Opfern.
Das Erziehungsdepartement vermutet, dass die Server durch das versehentliche Öffnen eines E-Mail-Anhangs infiziert wurden. Momentan seien sämtliche Server nicht erreichbar und es könne auf keine Daten zugegriffen werden. Damit der Schulbeginn nach den Frühjahrsferien am 12. April gewährleistet sei, wurde ein temporäres Wlan-Netz aufgeschaltet, das Rechenzentrum isoliert und die Hostsysteme komplett heruntergefahren, so die Behörden.
Da auch die E-Mail-Systeme betroffen sind, wurden die Lernenden und Lehrpersonen auf dem Postweg über den Vorfall informiert. Zum Schulbeginn werde eine externe Website eingerichtet, auf der sich die Lernenden mit ihren Fragen an die Schule wenden können.
Das Erziehungsdepartement hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Der Vorfall wurde überdies dem Nationalen Zentrum für Cybersicherheit gemeldet.

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