Bedag soll nicht verkauft werden

8. November 2007, 09:50
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Der IT-Dienstleister im Besitz des Kantons Bern, Bedag, soll nicht verkauft werden.

Der IT-Dienstleister im Besitz des Kantons Bern, Bedag, soll nicht verkauft werden. Wie die 'Berner Zeitung' heute berichtet, forderte FDP-Grossrat Erwin Fischer in einer Motion, dass der Kanton Bern die 100-Prozent-Beteiligung an Bedag verkauft. Doch der Regierungsrat lehnte dies entschieden ab. Der Betrieb der Informatiksysteme des Kantons im Rechenzentrum der Bedag sei die "Herz-Lungen-Maschine der Kantonsverwaltung" erklärte er gemäss 'BZ'. "Ein Betriebsausfall einzelner oder gar all dieser Informatiksysteme würde heute de facto die gesamte Kantonsverwaltung lahm legen." Zudem hätte ein allfälliger Verlust der teils hochsensiblen Daten "unabsehbare Folgen".
Für die Regierung sei es daher "nicht vorstellbar", den Betrieb der Systeme "einer beliebigen Drittfirma zu übertragen, zu welcher einzig vertragliche Beziehungen und damit keine Möglichkeiten der direkten Einflussnahme bestehen", schreibt die 'BZ'.
Die Berner Regierung unterstütze jedoch die Pläne für ein "Zusammengehen der Bedag mit der Abraxas Informatik (im Besitz der Kantone Zürich und St. Gallen). Die beiden Unternehmen hatten im Mai angekündigt, dass sich diese Pläne um bis zu einem Jahr verzögern könnten. Bedag setzte im vergangenen Jahr 96,8 Millionen Franken um und beschäftigt knapp 400 Mitarbeitende.
Ausführliche Berichte über Bedag finden Sie auf inside-channels.ch können Sie sich als Mitglied von inside-channels.ch anmelden. (mim)

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