Berner Regierung will 14,9 Millionen für Citysoftnet der Sozialhilfe

22. März 2018 um 10:05
  • e-government
  • software
  • emineo
  • bern
  • zürich
image

Die Berner Stadtregierung legt dem Stadtrat (Parlament) einen Kredit von 14,9 Millionen Franken für die Entwicklung einer neuen Fallführungs-Software in der Sozialhilfe vor, dazu kommen vier Millionen für Betriebsfolgekosten.

Die Berner Stadtregierung legt dem Stadtrat (Parlament) einen Kredit von 14,9 Millionen Franken für die Entwicklung einer neuen Fallführungs-Software in der Sozialhilfe vor, dazu kommen vier Millionen für Betriebsfolgekosten. Es geht um jenes Informatikprogramm, das die Stadt Bern gemeinsam mit der Stadt Zürich und dem Kanton Basel-Stadt erarbeiten will und wofür bereits im Dezember ein 36,5 Millionen Franken schwerer Zuschlag an Emineo erteilt wurde.
Die Stadtberner Stimmberechtigten werden noch über das Geschäft befinden müssen, sofern der Stadtrat dazu Ja sagt: Dem Volk werden die beiden Kreditanträge voraussichtlich im September 2018 vorgelegt.
In der Berner Stadtverwaltung Bern ist seit Ende der Neunzigerjahre das Fallführungssystem KiSS (Klienten-Informationssystem für Sozialarbeit) im Einsatz. Rund 400 Personen sind laut Angaben der Berner Stadtregierung auf das System in ihrer täglichen Arbeit angewiesen. Sie dokumentieren damit beispielsweise sämtliche Fallnotizen, erledigen die Korrespondenz, berechnen Bedarf und Ansprüche in der wirtschaftlichen Sozialhilfe und tätigen Ein- und Auszahlungen.
KiSS ist nun laut Berner Regierung veraltet und fehleranfällig. Deshalb beschlossen Zürich, Bern und der Kanton Basel-Stadt Anfang des vergangenen Jahrs, gemeinsam eine neue Software für diese Aufgaben zu entwickeln. Mitte März 2017 gaben sie bekannt, dass sie dafür einen Verein mit dem Namen "Citysoftnet" gründen, die Software soll gleich heissen. (sda/ts)

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

BKW vergibt Auftrag für CRM und Vertragsmanagement

Die Berner Kraftwerke investieren rund 25 Millionen Franken in Softwarelösungen bis 2031.

publiziert am 12.5.2026
imageAbo

Nach Zürich wird auch für Luzerns Schulen mehr Open Source gefordert

Ratsmitglieder aus mehreren Parteien haben einen Vorstoss zu Open-Source-Software an den städtischen Schulen eingereicht. "Das Anliegen stösst auf breite Zustimmung", erklärt Erstunterzeichner Adrian Häfliger.

publiziert am 12.5.2026
image

Digitale Briefe der Post liegen auf Google-Servern

Digitale Sendungen der Schweizerischen Post werden auf Servern von Google gespeichert. Das wirft Fragen in Bezug auf die digitale Souveränität des Unternehmens auf.

publiziert am 12.5.2026
imageAbo

Keine US-Cloud für Schweizer Gesundheitsdaten

Das Bundesamt für Gesundheit will beim Aufbau des Schweizer Gesundheitsdatenraums offenbar auf US-Technologie verzichten. Dem Plan stehen rechtliche Vorgaben entgegen.

publiziert am 11.5.2026