Blackberry-Kunden können wieder mailen und surfen

13. Oktober 2011 um 11:39
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Und derweil fordern Investoren den Verkauf von RIM.

Und derweil fordern Investoren den Verkauf von RIM.
Benutzer von Blackberry-Smartphones können offenbar aufatmen - sie können wieder an der weltweiten Kommunikation teilnehmen. Wie Robin Bienfait, CIO des kanadischen Herstellers RIM, schreibt in ihrer Support-Community, dass die Blackberry-Services seit heute nacht um 1 Uhr wieder zur Verfügung stünden. Als Reaktion darauf schreibt allerdings Community-Mitglied "faese": "Leider geht’s es bei mir schon wieder nicht mehr, nachdem es vor 2 Stunden für einige Minuten funktionierte."
Nachdem die Blackberry-Datendienste seit Montag zuerst in Europa, dem Nahen Osten und Afrika, dann aber auch in den USA und Kanada ausgefallen waren, mehrten sich zuletzt die Klagen der Anwender - vor allem über die schlechte Informationspolitik des Smartphone-Herstellers. Auch Rufe nach einer Entschädigung für den Ausfall wurden lauter. Während sich die Telekommunikationsanbieter dazu bisher zurückhalten, hat der arabische Telco Etisalat bereits angekündigt, seine Kunden mit einer Gutschrift zu entschädigen. Bei Swisscom heisst es hingegen lediglich kryptisch, dass man die Situation mit RIM anschauen werde und die Kunden entsprechend informieren würde.
Der grossflächige Ausfall kommt für RIM zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt, denn der einstige kanadische Shooting-Star steht mächtig unter Druck. Inzwischen fordern einzelne Investoren sogar den Verkauf oder die Fusion der Firma. So sagte etwa Vic Albioni, Chef des RIM-Aktionärs Jaguar Financial dem deutschen 'Handelsblatt': "Blackberry würde gut zu Microsoft oder Facebook passen. Aber auch Hewlett-Packard oder Oracle kämen infrage". Als Option sieht er zudem die Aufspaltung von RIM in die Bereiche Netzwerk, Geräteentwicklung und Patente. Zuallererst aber soll ein neuer unabhängiger Verwaltungsrat eingesetzt werden, der auch mit IT-Experten besetzt sei. Denn, so Albioni, das heutige Management konzentriere sich nicht auf ihr Kerngeschäft. (bt)

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