Cisco bietet zusammen mit einen österreichischen Softwarehersteller die "Cisco Medical Data Exchange Solution" an.
Infrastrukturen für den sicheren elektronischen Austausch von medizinischen Daten sind eines der Kernthemen im E-Health-Bereich. Zu den Unternehmen, die mit verschiedenen Ansätzen auf diesen potentiell lukrativen Markt drängen, gehören zum Beispiel,
die Post. Mit Cisco und dem österreichischen Softwarehersteller Tiani Spirit mischt sich nun ein weiteres Gespann ein. Die beiden bieten Unternehmen im Gesundheitswesen in Europa ab sofort die "Cisco Medical Data Exchange Solution" (MDES) an.
Auch der Schweizer Markt steht klar im Visier der beiden Partner, wie der Kommentar von Martin Rüfenacht, Manager Healthcare bei Cisco Schweiz, zeigt: "Als standardbasierter Backbone mit föderalistischer Architektur nimmt die MDES auf die Schweizer Rahmenbedingungen Rücksicht und bietet den Akteuren im Gesundheitswesen einen einfach skalierbaren E-Health-Einstieg. Ein Spital kann beispielsweise mit einer regionalen Vernetzung beginnen und seine Lösung schrittweise um weitere Akteure im Gesundheitswesen ausbauen."
MDES soll den sicheren elektronischen Austausch von medizinischen Daten ermöglichen, auch wenn die IT-Systeme und benutzten Fileformate der beteiligten Akteure unterschiedlich beziehungsweise inkompatibel sind. Durch die Integration eines "hierarchischen, n-dimensionalen Patientenindexes" und einer Funktion, um "medizinische Daten in das Netzwerk zu übersetzen", erlaube MDES, so Cisco, die Ansicht der Informationen von überall und biete trotzdem einen hohen Grad an Sicherheit.
MDES beruht auf Hardware von Cisco (Integrated Services Router, Unified Computing System) sowie der Managementsoftware "Electronic Health Record" von Tiani Spirit. Gemäss Cisco entspricht es allen Standards, die von E-Health Schweiz für IT-Architekturen geprüft und empfohlen wurden und ist auch konform mit dem Rahmenwerk für medizinische Standards IHE (Integrating Healthcare Enterprise). (hjm)