Die CPH Chemie + Papier Holding ist Opfer eines Cyber-Angriffs geworden. In der Nacht auf Freitag, den 7. Januar 2022 hätten die Überwachungssysteme am Standort Perlen einen externen Angriff auf die IT-Systeme festgestellt, teilte CPH mit.
Als Folge des Angriffs fuhr CPH den Angaben zufolge ihre IT-Systeme umgehend kontrolliert herunter. Zudem seien rasch die notwendigen Massnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur eingeleitet worden. Angaben zum möglichen finanziellen Schaden macht das Unternehmen in der Mitteilung keine.
Der Angriff betreffe nicht nur die IT-Systeme, sondern auch die Produktionen in Perlen und Müllheim. Dort sei in den Bereichen Papier und Verpackung die Produktion vorsorglich gestoppt worden. Der Bereich Chemie könne hingegen weiter produzieren.
Derzeit untersuche CPH mithilfe externer Cybersecurity-Spezialisten ihre IT-Systeme, damit diese möglichst zeitnah wieder hochgefahren werden könnten. Die Gruppe verfüge über externe Backup-Systeme, heisst es weiter. Diese seien nach derzeitigem Kenntnisstand nicht vom Angriff betroffen. Wie CPH-Sprecher Christian Weber zur 'Luzerner Zeitung' sagt, könne man noch keine Angaben darüber machen, ob Daten abhanden gekommen seien. Die Anlagen würden über das Wochenende ausser Betrieb bleiben und am Montag werde man die Situation neu analysieren, fügt der Sprecher an.
Die Aktien von CPH wurden auf Antrag des Unternehmens am Nachmittag vorerst vom Handel suspendiert.