Datenverlust mit Nostalgiefaktor

14. Mai 2012, 14:51
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Das kalifornische "Office of In-Home Supportive Services", die kalifornische Entsprechung zu unserer Spitex, musste am Freitag den Verlust von Lohndaten und Rechnungen von rund 700'000 Pflegepersonen und Patienten bekannt geben.

Das kalifornische "Office of In-Home Supportive Services", die kalifornische Entsprechung zu unserer Spitex, musste am Freitag den Verlust von Lohndaten und Rechnungen von rund 700'000 Pflegepersonen und Patienten bekannt geben. Ob sie einfach verloren gingen oder sogar gestohlen wurden, ist nicht bekannt. Das Besondere daran: Die Daten befanden sich auf Microfichen, einer alterwürdigen, analogen Technologie zur Speicherung von Dokumenten und Bildern, die heute normalerweise nur noch für ganz spezielle Zwecke benützt wird. Die Fichen gingen anscheinend beim Versand mit der Post verloren. Als das entsprechende Paket ankam, war es beschädigt und der Inhalt unvollständig.
Obwohl der Datenverlust für einmal nichts mit moderner IT-Technologie zu tun hat, wird er sich in der Erinnerung der Öffentlichkeit in eine Serie von peinlichen grossen Datenverlusten der Öffentlichen Hand einreihen, die in den USA in den letzten Wochen publik wurden. So hatten beispielsweise Hacker im April Daten von 181'000 Patienten der öffentlichen Gesundheitsvorsorge in Utah gestohlen. Im März hat IBM vier Tape-Cartridges mit Daten von 800'000 Erwachsenen und Kindern verloren, die vom US-Jugendamt betreut wurden. (hjm)

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