Der Termin für die erste Diplomprüfung zum ICT-Security-Experten steht

5. Juni 2018, 15:53
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Nun ist es soweit.

Nun ist es soweit. Erstmals können im November Kandidaten des berufsbegleitenden Ausbildungsgangs zum ICT Security Experten zur Prüfung antreten und das offiziell anerkannte eidgenössische Diplom erwerben. Es handelt sich bekanntlich um ein Berufsfeld, dessen Ausgestaltung nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase im letzten Jahr lanciert wurde.
Die Prüfung steht unter der Federführung des Verbands ICT-Berufsbildung Schweiz. Er teilt mit, dass man sich für die erstmalige Prüfung vom 19. bis 21. November bis Ende Juli 2018 anzumelden hat. Chancen auf Erfolg habe, "wer über eine breit abgestützte Berufserfahrung im ICT Security Bereich, Führungs- und Projektleitungserfahrung, sowie betriebswirtschaftliche Kenntnisse verfügt", heisst es weiter.
Bei der Vorstellung des neuen Berufsbildes hatte man bereits festgehalten, dass die Ausbildung in der Regel zwei bis drei Semester dauert sowie drei Jahre Berufserfahrung und einen tadellosen Leumund voraussetzt. Nun wird konkretisiert, dass die Prüfung hohe Anforderungen stelle, sehr praxisorientiert und als eine Art Assessment konzipiert sei. Weitere Infos gibt es hier.
Erste Vorbereitungskurse auf die Prüfung waren im letzten August bereits unter anderem von der Gewerblich-industriellen Berufsschule Bern (gibb) gestartet worden. Den künftigen eidgenössisch-diplomierten ICT Security Experten wird eine rosige Zukunft versprochen: Erfolgreiche Absolventen haben beste Karriereaussichten sowohl in der Privatwirtschaft als auch bei öffentlichen Institutionen, gehören ICT-Security-Experten doch zu den gefragtesten Personen für die Geschäftsleitung, schreibt jedenfalls der Berufsbildungsverband.
Bald kann man auch Cyber Security Specialist werden
Interessant ist zudem, dass ICT-Berufsbildung Schweiz sich nicht auf dem Erreichten ausruhen will. Vielmehr soll demnächst auch eine Ausbildung zum Cyber Security Specialist mit eidgenössischem Fachausweis möglich werden. Da Unternehmen, Verwaltungen und kritische Infrastrukturen vor unerlaubten Angriffen geschützt werden müssen, brauche es dazu konkrete Massnahmen, die von qualifizierten Spezialisten umzusetzen seien, ist der Verband überzeugt.
Hatte man schon das Berufsbild des zum ICT Security Experten praxisnah mit Berufspraktikern und Akademikern erarbeitet, soll das nun auch für den Ausbildungsgang zum Cyber Security Specialist gelten. Derzeit entwickele ICT-Berufsbildung Schweiz in Kooperation mit Privatunternehmen wie der UBS oder der Mobiliar sowie der Armee den neuen Berufsabschluss. Im Juli 2019 werde die Prüfungsordnung des Bundes vorliegen, welche den formalen Rahmen setzt für die anschliessenden eidgenössischen Berufsprüfungen, so der Verband.
Mit den neuen Berufsfeldern bestehe eine grosse Chance für die Schweiz, sich im Bereich der ICT- und Cyber-Sicherheit zu positionieren, zeigt sich denn auch Jörg Aebischer, Geschäftsführer von ICT-Berufsbildung Schweiz, überzeugt. "Mit unserem internationalen Ruf als sicherer Hafen haben unsere vom Bund verliehenen eidgenössischen Diplome auch im Ausland grosse Anerkennung". (vri)

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