Die besten Java-Anwendungen der letzten 25 Jahre

29. Juni 2020 um 11:42
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Auch Schweizer Entwickler haben den inzwischen entstandenen Java-Kosmos massgeblich mit geformt, das meint jedenfalls Oracle selbst.

Im Rahmen des in diesem Jahr auf verschiedenste Weise zelebrierten 25-jährigen Bestehens der Java-Plattform hat Oracle nun eine Liste der 25 einflussreichsten Java-Anwendungen vorgelegt. Interessant ist dabei, dass sich mit GraalVM (General Recursive Applicative and Algorithmic Language) auch ein 20-köpfiges Forscherteam aus Zürich in die Annalen eingeschrieben hat, das Thomas Würthinger von Oracle Labs Switzerland leitet.
GraalVM stellt verschiedene Funktionen bereit, mit denen sich Java-Anwendungen deutlich leistungsstärker kompilieren lassen. Das Einbinden externer Bibliotheken aus anderen Plattformen und Programmiersprachen ist ebenfalls möglich. Kurz gesagt lassen sich damit viele Java-Programme besser und schneller ausführen, als unter der klassischen JVM (Java Virtual Machine). Dabei kann der Code interpretiert oder direkt in einem Compiler in Maschinencode übersetzt werden.
Alexa Weber Morales, Director of Developer Content bei Oracle, betont, dass die von ihr vorgelegte Auswahl keineswegs erschöpfend sei. Die Bandbreite der Anwendungen reiche von der Weltraumforschung über Videospiele, maschinelles Lernen, Genomik, Automobilbau bis hin zur Cybersicherheit.
Zur Zürcher Entwicklung schreibt sie, dass hier drei Ideen im Vordergrund gestanden seien: Was wäre, wenn man einen Compiler in Java schreiben würden, zumal die ursprüngliche JVM in C geschrieben sei? Und was wäre, wenn dieser jedes Programm ausführen könnte, das in einer beliebigen Sprache geschrieben wurde? Schliesslich habe man sich gefragt, ob der Compiler nicht hocheffizient ausfallen könnte. "Sechzig veröffentlichte Forschungsarbeiten später übertraf GraalVM die Grenzen des Möglichen und wurde zu einem kommerziellen Produkt", so Morales. Heute würde die Technologie unter anderem von Twitter genutzt, um via GraalVM die Geschwindigkeit und die Recheneffizienz zu verbessern.

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