Die EU schläft nicht: 300 Millionen Euro für Blockchain-Projekte

12. April 2018 um 13:30
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22 Länder wollen einen gemeinsamen Blockchain-Wirtschaftsraum.

22 Länder wollen einen gemeinsamen Blockchain-Wirtschaftsraum.
Aus der EU gibt es diese Woche grosse Ankündigungen in Sachen Blockchain: 22 europäische Länder haben eine Partnerschaft zur Förderung von Blockchain geschlossen. Zudem gab die Europäische Kommission (EK) bekannt, dass bis 2020 rund 300 Millionen Euro für Blockchain-Projekte bereitgestellt werden. Und schliesslich wird es im Juni einen gut dotierten Entwicklerwettbewerb in Brüssel geben.
Die Anstrengungen dienen dazu, Europa beim Rollout von Blockchain-Technologien eine gute Position zu verschaffen. Die Europäische Kommission hat bereits im Februar ein sogenanntes Blockchain-Observatorium und ein Forum ins Leben gerufen, die sich beide mit technologischen und regulatorischen Aspekten beschäftigen sollen. Auch teilt die Kommission mit, dass man bereits 80 Millionen Euro in Blockchain-Projekte investiert habe und bis 2020 weitere 300 Millionen zu vergeben beabsichtige.
22 europäische Länder haben heute zudem eine Erklärung für eine Partnerschaft unterzeichnet. Diese soll die Grundlage für den Austausch von Expertisen im technischen und regulatorischen Bereich darstellen. Schliesslich sollen die Anstrengungen auf einen einheitlichen Wirtschaftsraum für Blockchain abzielen, teilt die EK mit. "In Zukunft werden alle öffentlichen Dienste Blockchain-Technologie nutzen. Die heute begonnene Partnerschaft ermöglicht es den Mitgliedstaaten, mit der Europäischen Kommission zusammenzuarbeiten, um das enorme Potenzial der Blockchain-Technologie in bessere Dienste für die Bürger umzuwandeln", kommentiert Mariya Gabriel, Kommissarin für digitale Ökonomie und Gesellschaft der EK, den Vertragsabschluss.
Unter den Partnerstaaten finden sich unter anderem die EU-Staaten Deutschland, Frankreich und das Noch-Mitglied UK sowie als einziges Nicht-EU-Mitglied Norwegen. Weitere Mitglieder aus der EU und dem europäischen Wirtschaftsraum seien willkommen, schreibt die Europäische Kommission.
Ein 100'000 Euro schwerer Blockchain-Hackathon
Zusammen mit dem Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) hat die EK ausserdem einen "Blockathon" ins Leben gerufen. In Brüssel sollen in vier Tagen zehn Teams gegeneinander antreten und einen Prototypen für die Blockchain entwickeln, um geistiges Eigentum zu schützen, teilt das EUIPO mit. Die Anwendungen sollen helfen, Urheberrechtsverletzungen zu erkennen. In den Bereichen Konsumenten, Behörden und Logistik-Unternehmen werden Challenges durchgeführt, für die insgesamt eine Preissumme von 100'000 Euro vergeben wird. (ts)

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