Die IT-Woche:

7. Juni 2019, 14:30
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Noch ein Ransomware-Opfer, neue IT für Helsana und ein Projektabbruch beim Bund.

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 23 für Diskussionsstoff in der Schweizer IT-Welt.
Microsoft bittet, Patch endlich einzuspielen
Microsoft veröffentlichte bereits am 14. Mai Patches für eine kritische Sicherheitslücke CVE-2019-0708 in den Remote Desktop Services, die einige ältere Versionen von Windows betrifft. In Gefahr sind gegen eine Million Systeme. Microsoft wies nun noch einmal auf die Dringlichkeit der Anwendung der Patches durch die Benutzer hin. Zwar ist noch kein neuer Wurm bekannt, eine nicht geschlossene Sicherheitslücke könnte aber jederzeit zu Angriffen führen, schreibt Microsoft, und erinnert an die WannaCry-Kampagne.
Pharma-Tester Eurofins wird Opfer von Malware
Das luxemburgische Unternehmen Eurofins Scientific, das Bioanalysen in den Bereichen Lebens- und Futtermittel, Pharmazeutika und Umwelt anbietet, ist nach eigenen Angaben Opfer einer neuen Art von Malware geworden. Am 2. Juni entdeckten IT-Teams die Ransomware, die zu Störungen bei einigen der IT-Systeme führte. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine unbefugte Weitergabe oder einen Missbrauch von Daten", versichert die Firma.
Projekt-Abbruch: Das neue Simap kann nicht beschafft werden
"Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) und der Verein simap.ch haben entschieden, das Projekt simap2019 zu beenden", so eine Mitteilung des Vereins an die Mitglieder, die uns vorliegt. Konkret heisst das, "simap2019" wird nicht von der beauftragten griechischen Firma European Dynamics (ED) geliefert und schon gar nicht 2019. Initial wurde vom Seco der Zuschlag für 1,64 Millionen Franken erteilt. Dafür sollte ED eine Schweizer Version ihrer Beschaffungs-Software ePPS liefern. Vom Geld sind bei Projektabbruch fast 600'000 Franken weg. Wir haben Stellungsnahmen von allen Involvierten eingeholt.
Helsana stellt IT-Systeme um und kündigt begrenzte Verfügbarkeit an
"Wir entwickeln uns für Sie weiter – auch bei der Software" ist ein im Mai versandter Brief von Helsana übertitelt. Der Brief kündigt an, dass zwischen 17. Juni und 5. Juli einige IT-basierte Dienstleistungen der Krankenkasse nur beschränkt verfügbar seien. Die Auszahlung von Leistungsabrechnungen verzögere sich, ebenso wie Prämienrechnungen, und der Versicherer könne auch keine Änderungen an den Kundendaten vornehmen. Woran arbeitet Helsana? An der Ablösung von Adcubum Syrius? Wir haben nachgefragt.
Wie steigern Software-Firmen ihre Produktivität?
Der diesjährige Schweizer Software Industry Survey (SSIS) will insbesondere die Frage klären, wie Softwarefirmen ihre Produktivität steigern, um in einem zunehmend kompetitiven Umfeld zu bestehen. Wie jedes Jahr wird es aber auch in der fünften Ausgabe des SSIS unter anderem um das Wachstum und die Profitabilität von Schweizer Softwarefirmen sowie deren Standing auf internationalen Märkten gehen. Man kann sich auf der Website der Uni Bern ab sofort für die Studie registrieren und die Fragen ausfüllen. Das Prozedere dauert maximal 15 Minuten, die Angaben werden laut Studienmacher streng vertraulich behandelt.

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