Digitalisierung bei Schweizer Behörden verbesserungswürdig

16. September 2021, 12:03
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Laut einer Umfrage sind Schweizerinnen und Schweizer mit dem Digitalisierungsgrad ihrer Behörden unzufrieden. IT-Experten kritisieren, sie könnten zu wenig Einfluss nehmen.

25% der Schweizer Bevölkerung findet, dass die Behörden hierzulande gut aufgestellt sind. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Umfrage von Citrix, die bei 501 Bürgerinnen und Bürgern sowie 250 IT-Entscheidern aus Verwaltungen durchgeführt worden ist.
Mit 55% beurteilt gut die Hälfte der Bevölkerung den Digitalisierungsgrad der Behörden als "teilweise gut", knapp jede und jeder Zehnte findet, die Ämter seien punkto Digitalisierung nicht gut aufgestellt.
Knapp die Hälfte der Befragten (45%) wünscht sich "mehr digitale Services vom Staat". Während die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen verstärkt Ausbaumöglichkeiten sieht, ist die junge Zielgruppe von 18 bis 24 Jahren zurückhaltender. Das mag zwar auf den ersten Blick überraschen, aber in diesem Alter dürften Berührungspunkte mit Behörden noch relativ selten sein.
Über alle Altersgruppen hinweg wünscht sich die Mehrheit die Möglichkeit, Termine digital zu vereinbaren (57%) und Anträge digital einzureichen (51%). Ebenfalls hoch im Kurs stehen digitales Rechnungsmanagement (45%) sowie digitale Kommunikationswege (42%). 

IT-Experten werden in den Behörden nicht gehört

Mehr als die Hälfte der separat befragten IT-Spezialistinnen und -Spezialisten gab an, bei der Suche nach neuen IT-Lösungen nur wenig Einfluss nehmen zu können. Sogar 70% werden der Umfrage zufolge bei für ihre Behörde wichtigen IT-Entscheiden nicht einbezogen. Vorschläge, wie die Digitalisierung vorangetrieben werden könne, könnten in jedem zweiten Fall nicht umgesetzt werden. Hohe Kosten und mangelnde Unterstützung würden letztlich die Realisierung verhindern, gab rund jeder dritte Befragte an.

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