Dori und Nemo als RZ-Bewohner

11. Januar 2017 um 14:05
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Weltweit werden die Korallenriffe immer weniger und kleiner.

Weltweit werden die Korallenriffe immer weniger und kleiner. Das Sterben der Korallen, der Erbauer und Erhalter dieser Riffe, wird durch die Klimaerwärmung, Meeresverschmutzung und viele andere Umstände verursacht. Korallenriffe sind aber die Heimat für Abertausende von Meerestierarten, darunter die Vorbilder für die Disney-Filmfiguren Nemo und Dori. Korallenriffe sind die ökologischen Nischen mit der höchsten Biodiversität in den Weltmeeren. Vielerorts versucht man daher, den Korallen durch künstliche Riffe neue Lebensräume zu bieten, um das Aussterben der Riffbewohner zu verhindern. Als Struktur, auf der sich die Korallen ansiedeln sollen, wurde schon alles Mögliche verwendet, von schnöden Betonblöcken.
Microsoft propagiert seit rund einem Jahr seine Idee, kleine, automatisierte Rechenzentren im Meer zu versenken für ein "Artificial Reef Datacenter" gestellt.
Microsofts Idee beinhaltet, die Untersee-RZ-Container, beziehungsweise deren Hüllen so zu gestalten, dass sie als Grundstock für die Korallen dienen können. Die RZ-Container selbst müssen zwar alle paar Jahre entfernt werden können, um sie zu warten und mit neuem IT-Equipment auszurüsten, dies soll aber geschehen können, ohne die Korallen und andere angesiedelte Meeresbewohner zu beeinträchtigen. Besondere Massnahmen sollen zudem die Betriebsgeräusche der IT-Geräte so stark eindämmen, dass sie die Meerestiere nicht stören. Die durch die Kühlung entstehende Abwärme oder dem Kühlwasser zugefügte Nährstoffe könnten eine zusätzliche Attraktion für manche Tierarten darstellen.
Das Angenehme für Microsoft wäre wohl vor allem, dass durch die "Tarnung" als künstliche Riffe auch Bewilligungen für Untersee-RZs einfacher zu erhalten sein könnten. (hjm)

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