E-Patientendossier weckt Datenschutz-Befürchtungen

22. Dezember 2011 um 10:26
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Der Entwurf des Bundesgesetz über das elektronisches Patientendossier stösst bei Exponenten des Schweizer Gesundheitswesen grundsätzlich auf Zustimmung.

Der Entwurf des Bundesgesetz über das elektronisches Patientendossier stösst bei Exponenten des Schweizer Gesundheitswesen grundsätzlich auf Zustimmung. So ist der Dachverband der Krankenversicherer santésuisse damit einverstanden, dass die Daten aus dem elektronischen Patientendossier nicht an die Krankenkasse des Versicherten weitergeleitet werden. Allerdings wünscht sich der Verband, dass auch Case Manager und Vertrauensärzte der Versicherer auf das E-Dossier zugreifen können - sofern der Patient dem zustimmt.
Für die Ärzteverbindung FMH ist diese Ausweitung der Zugriffsmöglichkeiten auf Case Manager und Vertrauensärzte allerdings eine "hemmungslose" Forderung, wie die 'sda' berichtet. Man begrüsse die Einführung des elektronischen Dossiers, sehe aber "mit allergrösster Sorge die Entwicklung in sogenannte Transparenz, die hier nichts anderes heisst als eine Entwicklung in Richtung des gläsernen Patienten", so die FMH. Ins gleiche Horn stösst die Stiftung SPO Patientenschutz und die Sozialdemokratische Partei der Schweiz. Das E-Patientendossier sei kein Instrument der Sozialversicherer, sondern stehe vielmehr im Verhältnis zwischen Patient und Arzt, so die SPO.
Aus Gründen des Datenschutzes wehren sich FMH, SPO und die SVP auch gegen die Nutzung der AHV-Nummer als Identifikationsmerkmal im elektronischen Patientendossier. Auch der Fachverband Information Security Society Switzerland (ISSS) hatte vor einer Woche Klarheit über die Sicherheitsaspekte und den Datenschutz bezüglich des E-Dossier gefordert. (bt)

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