Entwickler aus 26 Ländern in Zürich

21. Juni 2011, 13:15
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Java, Microsoft, Zürich, Skopje: Internationale Software-Spezialisten mit unterschiedlichem Hintergrund treffen sich in Zürich und debattieren über die neusten Entwicklungen in der Software-Szene.

Java, Microsoft, Zürich, Skopje: Internationale Software-Spezialisten mit unterschiedlichem Hintergrund treffen sich in Zürich und debattieren über die neusten Entwicklungen in der Software-Szene.
Vor fünf Jahren als reiner Java-Kongress gestartet, hat sich die Zürcher Jazoon in ihrer fünften Ausgabe heuer zur plattformunabhängigen Softwareentwicklungs-Konferenz gemausert. Von Dienstag bis Donnerstag werden nach Angaben der Organisatoren voraussichtlich 700 bis 800 Besucher die 108 Vorträge der drei Tracks besuchen, die sich um Java, Microsoft-Technologie oder allgemein Software-Engineering drehen. Am Eröffnungstag seien um die 450 Personen nach Zürich gepilgert, sagte heute Jazoon General Manager Felix Honegger vor versammelter IT-Fachpresse.
Die Jazoon ist neben anderen ähnlichen Konferenzen wie JAX, Devoxx, NFJS oder Oracles JavaOne mittlerweile eine feste Grösse im Java-Universum, aber eben: Die Jazoon hat sich dieses Jahr erstmals "geöffnet" - was einige Java-Spezialisten vielleicht nicht sonderlich gefreut hat, Microsoft-Entwickler dafür umso mehr. International war die Jazoon schon zu Beginn, mittlerweile kommen die Besucher aus 26 Ländern, 75 Prozent stammen aus der Schweiz. Von den ausländischen Entwicklern stammen die meisten aus Mazedonien, Deutschland, USA und Grossbritannien.
Mazedonien ist eines jener Länder, das sich für europäische IT-Firmen als Entwicklungsstandort profiliert hat. So entwickelt etwa die Zürcher Softwareschmiede Netcetera zum Teil in Skopje - auch für inside-it.ch. Ognen Ivanovski, Conference Chair der Jazoon und Software-Architekt bei Netcetera in Skopje, erklärt im Gespräch mit inside-it.ch, dass in Mazedonien zwar nur einige hundert Software-Ingenieure pro Jahr die Universitäten verlassen, doch sie müssen sich keine Sorgen um einen Job machen: Für "westliche" Software-Firmen ist es attraktiv, gewisse Teile ihrer Lösungen in Osteuropa zu entwickeln, weil es erstens günstiger ist, zweitens die Fähigkeiten der dortigen Entwickler gross sind und drittens - nicht unwesentlich - die Kulturunterschiede nicht so gross sind wie etwa im Fall von Indien.
Die Schweizer Softwareszene darf und kann nicht darauf verzichten, zumindest Teile ihres "Produkts" im Ausland zu produzieren. Die Jazoon kann viel dazu beitragen, dass sich Schweizer Softwarehersteller mit internationalen Playern austauschen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Insofern macht es auch Sinn, die Software-Grenzen zu öffnen und in die Microsoft-Welt vorzustossen. (Maurizio Minetti)
(Interessenbindung: inside-it.ch und inside-channels.ch sind Medienpartner der Jazoon.)
Foto: Software-Spezialisten müssen auch mal Pause machen.

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